Reisebericht / Tagebuch  www.roger-mueller.ch

Round the World Tripp - Roger Müller

        

Cool, dass du auf meine Seite gestossen bist. Sofern es technisch und logistisch möglich ist, werde ich auf dieser Plattform möglichst regelmässig meine Reisefotos und Texte für alle meine Lieben oder jene, die es noch werden wollen veröffentlichen =). Die Page www.roger-mueller.ch bleibt während meiner Reise unverändert.

Have FUN und danke VIIEL Mal für din Bsuech!!

Roger 

Reisetagebuch:

 01. November 2008, 16:30: Abflug von Zürich nach RIO DE JANEIRO 

Nach dem nicht ganz einfachen Abschied fuer 1,5 Jahre, bin ich in Zuerich puenktlich abgeflogen. DANKE allen, fuer die SUPER Zeit vor meiner Abreise.


Der Flug nach
Paris war Luxus pur! Einen ganzen Airbus fuer 11 Personen... WOW! Danach das Entfliehen vom Hochnebel ueber die weiten Wolken! Nach 3 Stunden Wartezeit bin ich ab Paris mit der TAM (Brasilianische Ariline) nach Sao Paulo geflogen und von dort nach RIO DE JANEIRO. Auf dem Flug habe ich bereits mehrere interessante Menschen (Deutsche, Franzosen und alles moegliche) kennengelernt, von denen ich mich aber bereits verabschieden musste…

Die ganze Fliegerei dauerte ca. 19 Stunden. Nun bin ich ENDLICH am Ziel. Traumstadt RIO DE JANEIRO…Diese Stadt ist echt der absolute Hammer!! Tropisch warm und einfach nur traumhaft schoen!! Wetter, Umgebung,
Bergen, Meer, Frauen… Nach einer Abkuehlung im warmen Atlantik bin ich an der Copa Cabana etwas rumgelegen und konnte mich nur knapp einem Sonnenbrand entziehen… immerhin habe ich mich entzogen!! Die Sonne ist verdammt stark da unten.

 

Das Nachtleben habe ich noch nicht richtig kennengelernt. Das werde ich mir Heute nicht entgehen lassen. Aufpassen ist auf jedefall angesagt. Entlang der Copa-Cabana wurde ich um ca 22:00 3x angekickt ob ich Heroin, Speed oder Extasy kaufe oder ob ich Marihuana verkaufen koenne… Die machen das alle gleich!! Nach dem verneinen wird mal gefragt, was ich dann suche (Club, Bar, oder Aehnliches)… egal was du dann antwortest - Sie wissen immer das Beste und Coolste von dem, was man eben gerade sucht und versuchen einem zum Mitkommen zu ueberreden…. NAJA…

03. November 2008 

Fruehstueck war TipTop und schlafen kann man in Brasilien ja auch ganz gut, auch alleine :-) … War jetzt den ganzen Tag unterwegs und muss jetzt erst mal Duschen um mir die ganzen Abgase vom Leib zu waschen… Mehr dazu aber spaeter!! Muss die Hotel-Menschen noch dazu zwingen, mir die Erlaubnis zu geben, meine Fotos auf dem Hotel-Computer hochzuladen…

 ... und das hat jetzt mal geklappt:

Einige Eindruecke der Stadt RIO!

 

Ein Ausflug auf den Corcovado, mit der Christ Reedemer Statue – eines der bekanntesten Wahrzeichen RIOs. Man munkelt hier: In 8 Tagen erschuff Gott die Welt – am 9. Tag erschuff er RIO DE JANEIRO. Dass koennte man wirklich denken, wenn man die gigantische Aussicht auf diese Stadt vom Corcovado oder vom Zuckerhut (Sugar Loaf) betrachtet.


 

Die Seilbahn auf den Sugar Loaf ist unveraendert seit sie im James-Bond Streifen mit dem Beisser (Name ist mir gerade nicht praesent) eine wichtige Rolle gespielt hat. Ist mittlerweile ziemlich baufaellig. 

In der Seilbahn lernte ich zwei Girls von Ecuador kennen. Das war ein perfekter Glueckstreffer. Die beiden sprechen fliessend Spanisch und wenn man Spanisch beherrscht, kommt man VIIEL weiter in dieser Stadt. Ich kann mich mit Englisch und Italienisch sehr gut mit ihnen verstaendigen. 

    

Auch das Busfahren ist extrem guenstig und man sieht halt viiel mehr als wenn man mit dem Taxi untewegs ist. Braucht etwas Zeit, bis man das System dieser Busbetriebe im Griff hat. Aber ist eigentlich gar nicht so schwehr, - wenn man's weiss =)

Auf den Strassen geht es extrem hecktisch zu und her - trotzdem haben die Menschen eine wahnsinnige Ruhe da unten. Keinen Stress und wenn's halt mal 1 Stunde statt nur 15 Min geht, ist es ihnen ziemlich egal... Im Bus gibt's alle 30 Meter mal wieder eine Vollbremse. Wenns im Verkehr weitergeht, wird einfach mal Gas gegeben und erst im letzten Moment, wenn auch hornen nicht nuetzt, wird mal voll auf die Bremse getreten. Das kann ganz amuesant sein ;-)

08. November 2008

Wir sind ca. 2 Stunden Bus gefahren in Richtung Petropolis, einer kleine Stadt im "Vor-Urwald". Die Fahrt war genial. Imposante Landschaften so weit das Auge reicht. Anfangs perfektes Wetter, danach schlug es um und es krachte ein heftiges Gewitter wie ich es noch selten gesehen habe runter. Krass!! Innert kuerzester Zeit ueberal Baeche und die Strassen standen unter Wasser. So schnell wie das Zeugs gekommen war, so schnell war es auch wieder wegg. Man ist hier voellig in einer anderen Welt und vergisst irgendwie voellig, was man in der Schweiz alles hat und wie puenktlich und korrekt alles ist. Aber man gewoehnt sich sooo schnell daran und fuehlt sich total zu Hause. Gestern sind mir diese Gedanken gekommen, als ich mit uebersetzter Geschwindigkeit mit dem Bus durch die abendliche Rush-Hour raste =) Die Fenster sind offen und man haengt es einfach so da und geniesst es. hehe 

Durch das Busfenster kann man auch die Armenviertel etwas betrachten. Echt krass! Es gibt da Orte, die man am Abend kaum ueberleben wuerde, wenn man sich dahin begibt. Orte, Viertel oder wie man das auch immer sage koennte, die von der Regierung sozusagen unabhaengig sind und ihre eigenen Gesetze haben. Die Polizei mach da schon gar nichts mehr, denn die wuerden sofort eliminiert werden. Es wird einfach geduldet, das in diesen Gebieten die Kriminalitaet und der Drogenhandel, oft unterstuetzt durch Kindersklaven dominiert.

12. November 2008

Vor zwei Tagen bin ich von RIO aus mit dem Bus ca. 250 Km. suedlich gefahren in die Stadt Angra dos Reis. Diese Stadt ist kaum von Touristen belagert und demzufolge ziemlich original. Nach einer Stunde Aufenthalt bin ich via Faehre auf die Ilha Grande gefahren. Mit einem High-Speed Kat. -war witzig. Die Fahrt dauerte 1,5 Stunden. Ich hatte von einigen gehoert, dass man diese Insel sehen muss und das es da einmalig sei. Das das tatsaechlich so ist, hat sich mehr als bestaetigt.

Das ist da drueben echt ein Naturparadies, wie ich es nie zu vor gesehen hatte. Da bekam ich "Gaensehaut" als ich das erste Mal die Umgebung erkundigte. So was paradiesisches habe ich ausser auf Bildern echt noch nie gesehen. Das, was in vielen Hotels der Welt kuenstlich gemacht wird ist hier alles echt. Es gibt nur ein kleines Kaff, das vor allem aus Hostels, Bars und Restaurants besteht. Hat also hier doch einige Touristen. Der Rest ist unberuehrt und die ganze Insel ist ausnahmslos Autofrei. Man kan hier an genialen Straenden in warmem Wasser baden - zwischen Felsen und Palmen. Und wenn man einige Meter geht, hat man einen weissen Sandstrand ganz fuer sich alleine.

Das Angebot an Freizeitbeschaeftigungen ist sehr gross. Man kann Dschungel-Touren buchen, auf eigene Faust die gut beschilderten Wege begehen, klettern, raften, Kanu fahren, tauchen, biken... einfach einmalig!! Gestern war ein eher fauler Tag, mit Strand und Baden und am Abend Party mit viiel Caipirinhas, wie das da halt so ist. Heute besteige ich mit deutschen, die ebenfalls in diesem Hostel sind den Pico do Papagaio, den Gipfel des Berges auf dieser Insel. Die Route ist zwar die einzige, die auf der Karte mit einem Totenkopf gekennzeichnet ist, aber dass soll uns nicht beunruhigen. Das sei bloss der Schwierigkeitsgrad. Aber soo schwierig sei das fuer jemanden, der in der Schweiz aufgewachsen ist gar nicht. Ich denke auch - wir haben groessere Berge =) Der Aufstieg dauert ca. 4 Studen. Die Wege seien so gut ausgeschildert, das man das ohne Guide machen koenne. Bin gespannt und freue mich riesig auf ein weiteres Stueck unberuehrte Natur.

Morgen gehe ich dan einen Tag aufs Schiff und mache 4 Tauchgaenge zu einem Helikopter- und einem Schiffswrack. Bilder werde ich so bald wie moeglich hochladen. Leider ist die Internet-Verbindung da verdammt langsam. Aber werde das selbstverstaendlich nachholen. Sonst gebt doch einfach mal im Internet "Ilha Grande" ein und lasst euch von diesen Bildern vorerst mal verzaubern!

Bilder des Dorfes auf der Ilha Grande bei Nacht und solche von unserer halsbrecherischen Bergtour! War echt genial und die reinste Herausforderung!! Ueber 1 000 Hoehenmeter und Dschungel puur mit Affen, Baechen, steilen- und felsigen Waenden und Klippen.

Den Aufstig machten wir zu zweit, mit Dirk, einem Deutschen, der im selben Hotel war. Eigentlich hat man auf dem Gipfel eine unglaubliche Fernsicht. Aber diese blieb infolge Nebel leider aus =(. Auch nach langem und vor allem eiskaltem Warten machte sich der Nebel nicht aus dem Staub.

Auf dem linken Foto (oben) ist der Pico Papagaio, den Berg, den wir bestiegen haben schwach zu erkennen. Start der Wanderung war vom Strand aus.

 

Von diesem Bild war ich selber ueberrascht! Es sieht da, ohne nur ein Mueckenschiss zu uebertreiben, wirklich so malerisch schoen aus.

17. November 2008

Nach der Rueckkehr von der Insel mit der Faehre und dem Bustransfair zurueck nach Rio musste ich am Flughafen einige Stunden ausharren. Der Weiterflug nach Manaus startete erst um 22:25. Beim Fliegen ging alles tip top. Lieder konnte ich nicht viel vom Urwald sehen, da es um diese Zeit natuerlich dunkel war. In Manaus bin ich dann ca. 00:50 gelandet und bis ich Gepaeck und alles hatte, war es 01:30. Um diese Zeit wollte ich es in dieser Stadt nicht mit den Bussen versuchen und das Taxi ist oft muehsam, weil sie da tatsaechlich kaum englisch sprechen. Ich habe so gut wie moeglich im Airport uebernachtet und bin dann am Sonntag Morgen so gegen 08:30 mit dem Bus ins Zentrum gefahren um mein Hotel zu suchen. War echt abenteuerlich. Die sprechen da nur portugiesisch. Auch im Hotel. Einige Stunden ist eine Dame da, die englisch kann.

Es hat da aber einige Englaender, mit denen ich mich durchschlagen kann. Die oeffentlichen Verkehrsmittel habe ich mittlerweile auch im Griff. Am Sonntag Nachmittag war ich am Strand, welcher ca. 30 Busminuten entfernt liegt im Rio Negro baden. Musste mich anfangs etwas ueberwinden, da im Rio Negro so braun/gelbes Wasser treibt das einem nicht zum bade einlaedt. Aber hier baden alle, von der Menschenmasse fast mit der Copa Cabana zu vergleichen. Baden ist gar nicht schlimm. Ist voll angenehm!! Die braune Bruehe hat eine Temperatur von ca. 30 Grad und ich konnte so lange im ruhigen wasser sizen, wie ich Lust hatte. Fast Termalbad-Feeling und von Abkuehlung kann gar nicht die Rede sein.

Am erwaehnten Strand (Ponta Negra) ist auch abends reger Betrieb. Viele Beizen, Bars und Tanz-Shows mit huebschen Brasilianerinnen unterstreichen den coolen Abend. Ich war mit einem Englaender (ca. mitte 30) unterwegs. Der ist sehr angenehm. Nicht aufdringlich, aber hat viel zu erzaehlen.

In den naechsten Tagen werde ich mich nicht melden koennen. Ich gehe Morgen auf eine 7-taegige Amazonas Tour. Werde aber moeglichst viele Fotos machen. Auf dem Programm steht unter anderem eine 5 stuendige Dschungel-Wanderung, Piranhas fischen, Krokodile fangen, bei einheimischen im Dschungel uebernachten und sich bekochen lassen und als Hoehepunkt Baden mit Delphinen.

26. November 2008

Heute ist ein fauler Tag mit REGEN! Aber das tut auch mal gut nach 7 Tagen Dschungel mit brilliantem Wetter. Es ist fast komisch, nach dieser Abgeschiedenheit wieder zurueck in der Zivilisation zu sein. Jetz kann ich auch endlich die ersten Bilder von Manaus zeigen. 

Manaus ist wichtige Handelsstadt von Brasilien. Der Aufschwung hat mit dem Kautschukboom seinen Lauf genommen. Nach dem Ende dieses Kautschukbooms lag die Wirtschaft in Manaus am Boden. Deshalb wurde 1957 die Freihandelszone geschaffen, in der den Firmen als Ausgleich fuer die unguenstige Verkehrslage (Manaus ist nur per Schiff oder Flugzeug erreichbar) Steuer- und Zollverguenstigungen gewaehrt werden. Aufgrund dieser Verguenstigungen liessen sich viele Firmen in der Stadt nieder und schufen unzaehlige Arbeitsplaetze. Ausserdem kann man in der Stadtmitte zoll- und steuerfrei einkaufen =)

Hafen von Manaus. Nichts fuer empfindliche Nasen. Ein reges Treiben herrscht an diesem Ort, Amazonas-Schiffe liefern laufend Fische und andere Waren an, die von den Haendlern in Empfang genommen und kontrolliert werden.

Teatro Amazonas von Manaus im rechten Bild. Rings um das Theater werden mehrmals Feste und Festivals ausgetragen.

Der Dschungel Trip war echt genial obwohl ich anfangs mehrmals ziemlich Pech hatte. Angefangen hat alles ganz harmlos mit einer eindrucksvollen Fahrt mit dem Kanu an einem gemuetlichen Platz mit Wasserfall mitten im Dschungel, wo wir die erste Nacht verbringen durften.

Geschlafen haben wir (Guide Charly, Hollaenderin, Italiener und ich) tief im Dschungel unter freiem Himmel in Haengematten. Vorher Holz geschlagen fuer ein praechtig grosses Feuer um das Nachtessen zu braten. Mal Chicken und kein Fisch! Ja, das Essen war sehr eintoenig auf diesem Tripp. Sieben Tage lang nur Fisch, Huhn, Spaghetti und Reis. Aber man gewoehnt sich daran.

 

Frueh aufstehen war angesagt am naechsten Morgen und das Bier kam deshalb mal zu kurz. Wir sind weiter durch den Dschungel gezogen mit Buschmesser und allem was dazu gehoert. Der Gude ging ganz vorne und ich hinter ihm. Leider! Der Bock von einem Menschen hat unabsichtlich ein Wespennest mit exotischen Dschungel-Wespen zerschlagen. Diese haben selbstverstaendlich nicht ihn angegriffen, weil er ja schon vorbei war sondern mich!! War voll komisch. Ich sah diese Fiecher zuerst gar nicht und es fuehlte sich an, als ob irgend eine brennende Fluessigkeit von einem Baum tropfen wuerde. Die hatten mich voll erwischt. Der Guide hatte 2 Stiche, mein Nachvolger 4 und ich war gluecklicher Besitzer von ca. 38 Stichen, verteilt ueber Kopf, Arm und Ruecken... Toll... =)

 

Das haette ganz dumm kommen koennen, wenn ich allergisch gewesen waere. Bis zum Boot zurueck waren es 2,5 Stunden Wanderung und dann eine Stunde bis zu unserer Lodge (von da aus werden die Ausfluege gemacht) und eine weitere Stunde in die Stadt. Unser Guide war allergisch, er wusste das. Er konnte sich selber mit einer Substanz aus einer Wurzel behandeln. Ekliges Zeug, das einem fast die Luft abstellt. Ich habe ebenfalls mehr als genuegend davon gegessen, weil ich keinen Dunst hatte, wie ich auf das Wespengift reagieren werde. Glaubt mir, das waren dann komische Minuten, bis zurueck zu unserem Camp, wo wir uebernachtet hatten. Ich fuehlte so eine Enge in der Brust und es fiel mir manchmal schwehr zum atmen. Zwischendurch wars dann wieder ganz okey... Dort hatte ich meine Reiseapoteke. Vorsichtshalber habe ich mal drei Schmerztabletten reingeschmissen um die Schwellung einzudaemmen, so liess es sich auch wieder leichter atmen. Der restliche Trip zurueck zum Boot war dann gar nicht so schlimm. Wir haben es die ganze Zeit ziemlich mit Humor genommen. Wir leben ja alle noch =)

 

Gut, als ich zurueck in der Lodge war, nahm ich ein anfangs recht gemuetliches Bad im warmen Amazonas-Wasser. Das Wasser muss man sich da mit Piranhas und Aligatoren teilen. Das ist eigentlich kein Problem, denn diese Tiere haben kein Interesse an lebendigem Menschenfleisch. Okey, ist ja toll... trotzdem hat mich so ein fuc...-Piranha in den Finger gebissen. Hab den aber gluecklicherweise erwischt und habe mir sein Gebiss als Andenken aufgehoben.

 

Die Wunde war gluecklicherweise nicht tief, ich musste einfach einige Tage ein Bisschen vorsichtig sein. Vergleichbar mit einer Schnittwunde. Cooles Andenken =) Eine kleine Narbe von einem Piranha-Biss hat nicht jeder in der Schweiz ;-)

 

 

Danach durften wir unter fachkundiger Anweisung Aligatoren fangen. Die sind echt sweet, mega! Wenn man da allerdings gebissen wuerde, dann waere es nicht mehr lustig. Hatte ich ja eigentlich Glueck im Unglueck, dass mich das erste Tier und nicht das zweite gepackt hat. =)

 

Wir hatten mittlerweile eine echt coole Clique mit unserem Guide. Alex, von Oesterreich ist dazugestossen und wir waren beide auf der exakt selben Wellenlaenge. Und der Guide Joshua, wie wir dann feststellten, auch. Das verleitete uns dazu, ihn zu animieren, mit uns nicht die normalen, langweiligen Touristen-Touren zu machen, sondern verrueckte Ausfluege, die wir sicher nie vergessen werden.

 

Wir zogen, jeder mit Schrotflinte ausgeruestet durch den tiefen Dschungel. Haben Schlagen gesehen, Riesenspinnen, sogar fast einen Jaguar! Der wurde, gemaess Einheimischen bei denen wir uebernachtet hatten, am Vorabend dort gesehen. Leider mussten wir auf diesen seltenen Anblick verzichten. Mann muss ganz schoen Glueck haben, wenn man einen Jaguar von nahem sehen moechte. Das Nachtessen mussten wir uns selber erlegen. Echt Adventure pur :-)

 

Josh, unser Guide und Alex aus Oesterreich

 

Der absolute Hoehepunkt war das Schwimmen mit den Delphinen, was echt einmalig ist. Hab da leider nur einen kleinen Film auf meiner Kamera. Evt kann ich den dann mal hochladen. Wir haben die Delphine mit toten Fischen angelockt. Es sind dann so viele gekommen, dass sich das wie ein feiner Teppich unter den Fuessen anfuehlte. Die Delphine machen einem nichts. Die sind sich an Menschen gewohent und von Natur aus meega liebe Tiere.
Das Delphinschwimmen ist eine suendhaft teure Touristenattraktion. Joshua, unser Guide kennt einen Einheimischen, der dort arbeitet. So konnten wir in aller hergotts-fruehe, als dessen Chef noch nicht auf Platz war, mit den Delphinen schwimmen. Dise hatten um diese Zeit enorm Hunger und sind um so zahlreicher erschienen. Nur fuer uns =)) Wir haben dem Einheimischen ein gutes Trinkgeld gegeben, welches er in seine eigene Tasche stecken konnte. So hatte jeder etwas davon. Das war ein unvergesslicher Moment!!!

 
Die beruehmten riesigen Seerosen Vitoria Regia auf der Manaus gegenueberliegenden Flusseite. Die erreichen locker einen Durchmesser von zwei Metern.


06. Dezember 2008
Mittlerweile gehoert ein weiteres schoenes Kapitel der Vergangenheit an. Von Manaus bin ich 2 Tage frueher als geplant nach Foz Iguazzu geflogen. Foz ist eine Stadt am Dreilaender-Dreieck mit ca. 300'000 Einwohnern. Sie ist for allem durch die imposannten Iguazzu-Wasserfaelle als Touristenattraktion bekannt. Der Flughafen ist klein und persoenlich mit nur wenigen Flugbewegungen.

 

Meine Maschiene der TAM (Brasilianische Airline) nach der Landung in Iguazzu.

 

Am Flughafen konnte ich mich schnell ueber die Busse erkundigen und mich an den nervigen Taxifahrern vorbeischleichen. Der Bus kostet 1.5 RS und das Taxi 45 RS. Die Taxifahrer halten die Touristen einfach zu bloed und wollen einem mit allen Mitteln fuer das Taxi ueberreden. Okay, die muessen ja auch leben. Aber Busfahren ist in Suedamerika wirklich spotbillig.

 

Das Hostel war genial. Super Atmosphaere mit Pool und coolen Leuten. Habe mich nach den ersten Minuten schon total zu Hause gefuehlt. Die Wasserfaelle kann man von zwei Seiten betrachten. Die brasilianische- und die argentinische Seite. Wobei zu sagen ist, dass Argentinien viel imposanter ist. Es empfiehlt sich daher auch, die Argentinische am 2. Tag zu machen.

 

Diese Wasserfaelle so imposant und eindruecklich zu beschreiben wie sie eben sind ist unmoeglich. Das muss man einfach gesehen haben. Diese gewaltigen Wasserwalzen, die da auf einem zu rollen... ein unglaubliches Naturschauspiel.

 

 

 

Mit einem Rafting-Boot sind wir unter den ersten Faellen durchgefahren. Fotografieren war da natuerlich nicht moeglich. Es war eine erfrischende Dusche unter gewaltigen Wassermassen. Auch die Natur rund ums Wasser war mit Affen und seltenen Papageien gespickt und lud zu stundenlangen Wanderungen ein.

Es wimmelte leider ein bisschen zu sehr von Touristen. Eine argentinische Schulklasse hatte ich schon bald "am Hals". Die Kinder waren ca. 14 Jahre alt aber konnten teils gut englisch sprechen. Die haben mich nicht mehr losgelassen war aber echt suess... Ein Maedchen hat mir einen wunderschoenen Anhaenger mit einem Tiger-Zahn geschenkt. Voll herzig. Ich habe Ihr dafuer meine Halskette gegeben. Ein Geschenk, oder ein Souvenir, dass mir bestimmt mehr bedeutet, als irgendetwas aus einem Touri-Shop.

Das Zeug mit dem Einreise-Stempel

Ah ja, ich habe mich ja schon die ganze Zeit gewundert, wieso ich bei der Einreise in Rio am 01. November keinen Stempel in den Pass gekriegt habe. Habe mich dann auch nicht weiters damit auseinandergesetzt. In mehreren Gespraechen erfuhr ich, dass die mir einen solchen haetten geben sollen. Unbbedingt! Der Typ am Flughafen in Rio damals hat mich im Halbschlaf einfach vorbeigewunken. Man kriegt eigentlich neben dem Stempel in den Pass auch noch ein Einreisedokument mit, welches ebenfalls gestempelt wird und bei der Ausreise wieder abgegeben werden muss. Ich habe mich demzufolge jetz ueber einen Monat illegal in Brasilien aufgehalten.

Bei der Ausreise haette das ganz grobe Probleme gegeben. Iguazzu grenzt zum Glueck an Argentinien und Paraguay. Um mich in Brasilien zu legalisieren muss ich ja also eigentlich so ganz theoretisch =) nur von Brasilien mit dem lokalen Bus unerkannt nach Argentinien ausreisen und meinen Pass bei der Einreisebehoerde von Argentinien stempeln lassen. Habe ich auch so gemacht und hat bestens geklappt. Die Argentinier interessiert das nicht, woher ich komme, die haben mir den Eingangsstempel anstandslos in den Pass gedrueckt. In Argentinien habe ich mich zwei Stunden aufgehalten und bin dan legal aus Argentinien ausgereist. Da ich jetzt Ein- und Austrittsstempel von Argentinien hatte, konnte ich am Brasilianischen Zoll vorluegen, dass ich von Paraguay via Argentinien eingereist bin. Die huebsche Dame von der Policia Federal hat mir anstandslos das Einreisedokument ausgefuellt und dieses samt Pass gestempelt...

Somit konnte ich mit einem halben Tag Aufwand meinen Kopf ganz tief aus der Scheisse ziehen - geil, dass das tatsaechlich geklappt hat.. hehe. Andererseits haette ich am Flughafen OHNE DIESES VISUM eine Strafe von ca. 500 US Dollar bezahlen muessen und vermutlich stundenlang warten. Gottseidank hat mich jemand ueber diese Konsequenzen aufgeklaert und an kreativen Ideen fehlt es mir dann nicht =)

So weit so gut. Die letzten Tage in Iguazu waren der Hammer mit Poolpartys und vielen Caipirinhas, Wasserballspielen und super Menschen. Heute Morgen frueh habe ich Iguazzu verlassen um in richtung Neuseeland weiterzureisen. Leider hat aber die TAM irgend was quer im Zeugs herumgebucht, was zur Folge hatte, dass ich meinen Anschlussflug nach Auckland verpasste. Toll.... und der ist bei einer anderen Fluggesellschaft. Zum Glueck konnte ich mit diesem Menschen von der Aerolinhas Argentinas sehr gut sprechen und er hat mir umsonst und ohne irgenedwelche Beweise zu verlangen, den naechsten Flug gebucht. Der ist leidergottes erst am Montg 02:30. Meine Gastfamilie in Neuseeland konnte ich in letzter Minute telefonisch benachrichtigen, dass diese nicht umsonst am Flughafen warten.

Der riesen Nachteil ist, dass ich meinen ersten Schultag in Auckland verpasse, da ich erst am DI Morgen 07:00 in Auckland ankomme. Das bedeutet dann warscheidlich weiteren organisatorischen Stress. Aber meine Family wird mich dabei voll unerstuetzen.

Das ganze hat den Vorteil, dass ich jetz knapp 2 Tage in Buenos Aires verbringen kann. Buenos Aires war in meiner Reiseroute nicht eingeplant aber scheint bis jetz eine ganz nette Stadt zu sein. Vom Flughafen musste ich mit dem Bus 1.5 Stunden ins Zentrum der Argentinischen Hauptstadt fahren. Krass!! Und Morgen Abend wieder 1.5 Stunden zurueck. Eine fahrt mit dem Bus kostet uebrigens 1.5 Pesos. Das sind umgerechnet etwa 75 Rappen.

Denkmal und das Regierungsgebaeude  von  Argentinien in der Hauptstadt Buenos Aires

Buenos Aires ist sehr westlich angehaucht. Von den Gebaeuden und der Bauweise her koennte man denken, man waere in Europa. Vielleicht nicht gerade in der Schweiz =) Das jetzige Klima entspricht etwa dem in der Region Zuerich im Hochsommer. 30C und geringe Luftfeuchtigkeit. Die Stadt hat viele schoene Parkanlagen, viel Verkehr und gute Shopping-Moeglichkeiten.

Es liegen aber leider ueberall Obdachlose herum. Diese duensten einen beissenden Geruch aus, was das Relaxen oder Essen in den Parks an gewissen Orten verunmoeglicht.

13. Dezember 2008

Es ist schon wieder einiges an Zeit vergangen. Die Reise von Boenos Aires nach Neuseeland verlief problemlos. Der Flug dauerte ca. 14 Stunden. Am Flughafen in Auckland hat mich jemand in Empfang genommen und um ca. 8:00 in meinen Homestay gebracht. Von der Gastfamilie war noch niemand zu Hause. Die kamen dann erst ca. 12:00. Auf dem Schreibtisch in meinem Zimmer lag ein Zettel mit allen Infos drauf, dass ich es mir da bequem machen solle und ich koenne mich wie zu Hause fuehlen (Sprich, Kuehlschrank pluendern DVD`s durchstoebern, Leute einladen) hehe =)).  

Ich habe mich dann diskret ins Bett gelegt und mal einige Stunden geschlafen. War noch schraeg, so alleine in einem fremden Haus und man hat keine Ahnung wer einem erwartet. Auf Bildern an der Wand im Kinderzimmer konnte ich die Gesichter meiner Family wenigstens mal sehen =) Die Family ist aber echt genial. Sind total aufgestellt und gespraechig und sprechen sehr gut verstaendliches Englisch.



Das Haus meiner Host-Family in New Zealand und mein Schlafzimmer.

(v.l.n.r. Talia, Kiely, Olly, Immogen) --> Foto ist schlecht belichtet... ich weiss =) dafuer ist das von Katze <<Mo>> hammer gut.

Von der Schule selber habe ich noch keine Bilder. Ist aber ganz schoen, direkt neben einem grossen Park. Ich bin in zwei verschiedenen Klassen eingeteilt, in eine Morgen- und Nachmittagsklasse. Kontakte knuepfen war kein Problem. Hat viele coole Leute da. Es hat neben vielen Asiaten und Brasilianer sicher ca. 30-40 % Schweizer an dieser Schule. Da wird halt im Ausgang und in den Pausen sehr oft schweizerdeutsch gesprochen, auch wenn mans sich streng vornimmt in Englisch zu kommunizieren.

Heute absolvierte ich ungewollt eine Intensiv-Fahrstunde alleine mit dem Auto meiner Host Family. Die Fahren da auf der linken Strassenseite und das Lenkrad ist rechts, wieso weiss keiner =). Total ungewohnt. Heute Morgen war ich mit Olly in einem grossen Park um etwas zu spoertlen. War geil. Auf der Rueckfahrt fragte er mich, ob ich das Auto nach Hause fahren koenne, weil er noch bei einem Bekannten vorbeischauen musste. Ich muesse nur die Strasse runter und dann die zwei naechsten grossen Strassen rechts fahren und dann sei ich vor dem Haus an der Kings-Rd. Es sei ein einfacher Weg mit wenig Verkehr.

Okay, natuerlich sagte ich da nicht nein. Die Kings-Rd. habe ich dann selbstverstaendlich nicht gefunden. Ich war alleine im Auto, ohne Geld, Strassenkarte und ohne Fuehrerschein, nur mit dem Sport-Tenue. Denn Weg zum Haus wusste ich gluecklicherweise vom Stadzentrum aus. Da steht ein grosser Fernsehturm, den ich dann auch problemlos gefunden hatte. Blieb mir natuerlich nichts anderes uebrig als durch den grossen Verkehr via Autobahn ins Stadtinnere zu fahren. Infolge Stau und Baustellen dauerte die ganze Fahrt ca. 1.5 Stunden. Natuerlich alles auf der verkehrten Strassenseite mit dem Lenkrad auf der rechten Strassenseite.

Das Stadtzentrum ist mittlerweile voller Weihnachtsmaenner. Diese latschen in Vollmontur und Flip-Flops herum und verteilen Suessigkeiten. Geht eigentlich zu und her wie in unseren winterlichen Staedten an Weihnachten. Nur, so ganz ernst nehmen kann ich die Menschen da nicht, wenn sie Weihnachten <<spielen>> mitten im Sommer. Ist fast laecherlich hehe... Aber daran muss man sich jetz halt gewoehnen, wenn man auf der anderen Seite vom Aequator ist. Auch daran, dass mann im aermellosen Shirt durch die Strassen laeuft und ueberall erklingt Weihnachtsmusik.

19. Dezember 2008

Der heutige Freitag war bereits der letzte Schultag in Auckland. An das Studentenleben koennte man sich gewoehnen ;-). Ist wirklich eine echt tolle und angenehme Schule mit vielen guten Menschen von den Mitschuelern bis zu den Lehrern perfekt. Heute also einmal mehr Zeit, sich wieder einmal von vielen Leuten zu verabschieden und das wird heute Abend noch kraeftig gefeiert. Das ist echt schade, dass man sich so oft verabschieden muss. Mann trifft Menschen, hat mit denen einige Tage/Wochen eine super Zeit und dann trennen sich die Wege wieder.

Schulhaus in Auckland und Zertifikatsuebergabe am letzten Schultag. Im Bild meine Klassenlehrerin.

Kriegsschiffe am Hafen von Devenport, auf der gegenueberliegenden Seite vom Stadtzentrum (Bild links) und im rechten Bild die Skyline von Auckland-Downtown von einem Vulkanhuegel in Devenport betrachtet. Ein wunderbarer Ort fuer das Feierabendbier und eines der wenigen Orte an welchen Biertrinken unter freiem Himmel erlaubt ist.

   

Verlassen werde ich Neuseeland noch nicht. Waehrend der Schulzeit kommt das Reisen und die Ausfluege etwas zu kurz. Dafuer hat man Gelegenheit das Land mal 'theoretisch' kennenzulernen und diese Theorie werde ich jetzt auch umsetzen. Den Kiwis bleibe ich noch eine Woche treu und hoffe, das ist genuegend Zeit um die Nordinsel etwas bereisen zu koennen. Fuer den kommenden Sonntag habe ich eine eintaegige Busfahrt in den suedlichen Teil der Nordinsel gebucht.

27. Dezember 2008

Dort hatte ich Gelegenheit, einige Kilometer mit bekannten aus der Schweiz in einem Mietwagen mitzureisen. Die Landschaften sind sehr unterschiedlich. Wie gesagt, man fuehlt sich zwischendurch wie zu Hause in der Schweiz, dann wiederum erreicht man Orte, in denen es tatsaechlich maerchenhaft und kitschig, wie im Streifen `Herr der Ringe` aussieht. Dieser wurde auch in Neuseeland gedreht. Die Straende auf der westlichen Seite Neuseelands sind schwarz. Schwarzer Sand von all den vulkanischen Steinen. Dementsprechend riecht es auch ueberall nach Schwefel. Ueberhaupt nicht stoerend - daran gewoehnt man sich sehr schnell. 

   

Eines der bekanntesten Naturwunder Neuseelands sind die Waitimo-Caves. Riesige Hoehlensysteme teils mit reissenden Fluessen die ihren Ursprung oft tief im Inneren der Erde haben. 

Eine einmalige Erfahrung war das Blackwater-Rafting. Man sitzt in robusten schwarzen Ringen und laesst sich Europapark-like durch das Hoehlensystem treiben. Mit Neoprenanzuegen schuetzt man sich gegen die Kaelte und die vielen scharfen Kanten des Gesteins. Gigantisch sind auch die unterirdischen Wasserfaelle, ueber welche man bedenkenlos runterspringen kann/MUSS, denn ein Zurueck gibt`s da infolge starker Stroemung nicht =)

  

Bilder wurden vom Tour-Guide mit der unterwasser-Kamera aufgenommen.

In den Hoehlen ist es stockdunkel. Wenn man das Licht ausmacht und sich die Augen etwas an die Dunkelheit gewoehnt haben, ist die imposante Umgebung sanft ausgelaeuchtet vom Licht der zahlreichen Gluehwuermer, die sich an Waenden und Decken tummeln. (Bild links, aufgenommen vom Tourguide). Wie im rechten Bild, sieht man oft Ueberreste von Tieren, die sich in der Hoehle verirrt haben oder durch zig-Meter tiefe Schaechte abgestuerzt sind.

Waehrend des Blackwater-Raftings haben wir uns unter Gluehwurmlicht schon mal mit Christmas-Songs auf den Weihnachtstag eingestimmt. Auch am Strand kam die Weihnachtsstimmung nicht zu kurz =)



Am Christmas-Event hat jeder individuell etwas gekocht oder gebacken -natuerlich mehr als er selber zu essen vermag- und dementsprechend war auch die Auswahl an verschiedenen, leckeren Gerichten.

Es laesst sich also trotz faehlendem Schnee und heissen Temperaturen auch auf der anderen Seite der Erdkugel prima Weihnachten feiern.

03. Januar 2009

Jaja, der Abschied in Auckland ist ganz schoen schwehr gefallen. Vor Abflug durfte ich noch einige Tage im Haus meiner Gastfamilie leben. Sie selber sind bis mitte Januar in den grossen Sommerferien. Ich hatte also ein eigenes Haus GRATIS ganz alleine fuer mich. Dieses Angebot meiner Famile in Neuseeland hat mir einiges erleichtert. DANKE!!! Tasusend mal!

Mittlerweile bin ich in Sydney (Australien) angekommen. Die Stadt ist eifach nur GENIAL und malerisch schoen. Infolge verspaetung bin ich erst Abends angekommen. Michele, eine Freundin aus der Schweiz hat mich am Flughafen in Empfang genommen und mir sogleich ein Wochenpass der oeffentlichen Verkehrsbetriebe gebracht. Danke Michele, ohne dich haette ich Manly-Beach nie so schnell erreicht ;-)

Mal schoen, wenn man schon Freunde hat, bevor man ueberhaupt da ist =)

Unser kleines Grueppchen nach der Ankunft und Michele als Captain der Manly-Ferry waehrend der Ueberfahrt von Sydney Circular Quai nach Manly Wharf.

Die bekannte Harbour Bridge im Herzen von Sydney, welche am Neujahrsabend perfekt mit einem unglaublichen Feuerwerk harmonierte.
Bilder vom Feuerwerk folgen!!!

Wer in Sydney das Neujahrsfeuerwerk beobachten will, muss sich SEHR frueh auf die Suche nach einem guten Platz machen. Eine Gelegenheit, um wieder mal zu uebertreiben. =) Hat sich aber gelohnt...
...Wir haben uns schon am Vorabend, sprich am 30. Dezember 2008, den ersten Platz vor dem Eingangstor ergattert und dort uebernachtet. Der Eingang zu einem der allerbesten Aussichtsplaetze fuer die Beobachtung des Feuerwerkes. Waehrend der Nacht sind weitere ca. 30 Personen aufgekreuzt, welche sich brav HINTER uns positioniert haben und im Laufe des naechsten Morgens hat sich die Schlange vor dem Eingang schon hunterte Meter erstreckt. Wir natuerlich nach wie vor an erster Stelle. Insgesammt wurden 20`000 Menschen in dieses Areal eingelassen. Als die Tore um punkt 10:00 am Morgen des 31. Dezembers 2008 geoeffnet wurden, hat sich die ganze Muehe mehr als ausbezahlt. Wir konnten tatsaechlich als erste Besucher eintreten. Strafe / oder Belohnung, wie auch immer war, dass wir von diversen australischen TV Kameras in Empfang genommen wurden und ich den journalisten ewiglang Fragen beantworten musste, bevor wir entlich unser verdientes "erstes Plaetzchen" ergattern konnten.

Unsere unverbaute Aussicht auf die Harbour-Bridge und das Opera House bei Daemmerung am Neujahrsabend...

ALLES GUTE IM NEUEN JAHR !!!!!!!

10. Januar 2009

ENDLICH WOCHENENDE!!! Die erste Schulwoche ist vorbei und ich muss zugeben, so ganz easy holiday maessig ist das nicht. Es ist sehr intensiv aber man lernt auch total viel. Jeden Tag Hausaufgaben zwischen ein- und zwei Stunden. Im Unterricht komme ich sehr gut mit, was mich mega motiviert, diese Pruefung im Maerz zu packen!!

Die Klasse besteht aus 12 Schuelern, davon sind zwei von Tschechien und der ganze Rest aus der Schweiz. Mit diesem hohen Schweizeranteil musste ich aber rechnen =) Mit genuegend Disziplin kann ich aber auch unter Schweizern gut Englisch sprechen....

Meine ACE Advance-Klasse und die Homstay Family (v.l. Jak, Casey und Verity)

Mein Gasthaus in einem noblen Quartier von Manly.

Die Familie lebt in einem konfortablen Haus mit Blick aufs Meer, etwa 10 Minuten mit dem Bus vom Zentrum entfernt. Sie haben einen Boarder Collie Dog und eine flauschige Katze. Die beiden Jungs sind 16 und 19 Jahre alt und haben immer viel zu quatschen. Im Moment wohnt der Grossvater noch im Haus. Er hat seine Schulter gebrochen und ist demzufolge auf Hilfe angewiesen. Es ist also immer was los, die Jungs aergern die Mutter, fahren ihr Auto zu Schrott oder zerscherbeln die Terassentuere - schon alles passiert seit ich da bin =)))

Manlybeach bei Ebbe und Opera House in Sydney bei Daemmerung, von der Harbour-Bridge aus aufgenommen.

After-School und Barbecue-Party's in Manly.

29. Januar 2009

Es ist Morgen und ich warte bis ich zur Schule muss, welche jeden Morgen erst um 10:25 beginnt. Waere mir lieber, wenn der Unterricht frueher starten wuerde dann haette man bestimmt mehr vom Tag. Naja, dafuer geht die Zeit MEEGA schnell vorbei und da bin ich auch froh. Freue mich, wenn ich nicht mehr jeden Tag stundenweise Hausaufgaben machen muss =) - Diese Zeit kommt wieder.

Das vergangene Wochenende war ein verlaengertes, da man am 26. Januar den "Australian Day" feiert, welcher mit dem 1. August in der Schweiz zu vergleichen ist. Die ACE Schule hat ein Surf-Weekend in Crescent Head organisiert, welches ca. 6 Busstunden noerdlich von Sydney liegt. Ein perfekter Spot zum surfen mit idealen Wellen in allen Groessen und Formationen =).

Unser gemuetliches und idyllisches Surfcamp unweit vom Strand. Allerdings sind die guten Surfplaetze sehr weit entfernt d.h. jeden Morgen 25 Minuten am Strand marschieren.

In Crescent Head habe ich das erste freilaufende Kangaroo gesehen. Das erste Mal also wirklich "Australien" erlebt und nicht nur "Citylife". Freue mich aufs Reisen - MUSS grossartig sein.

Leider keine Fotos in "Action". Die gibt's dann hoffentlich schon mal noch... War ne hammer Zeit - Danke an alle! Zwei der Instruktoren haben sich auf diese Art (siehe Bild rechts) von uns verabschiedet als wir mit dem Bus losgefahren sind. =) Okey, das ist erst der Vorname!! Die haben Fantasien wenn es ihnen langweilig ist?! hehe Zwei Instr. haben gebloedelt und dabei hat der eine "diplomatisch ausgedrueckt" seinen Finger in den Hintern gesteckt und danach seinem Kollegen ins Nasenloch. Bin ja nicht der Einzige, der sich darueber gefragt hat... =)) Zum Lachen gab's auf jedenfall VIIEL und das ist auch gut so ;-).

Unser Buschaufeur zeigte alle Variationen auf, wie man auf der Autobahn fahren kann. Geht also auch, wenn man beide Fuesse hochlagert und hinter dem Lenkrad verschrenkt oder waehrent dem Fahren aufsteht, das Lenkrad mit einer Hand festhaelt und DVD's aussucht. =) Im Rechten Bild einer der zahlreichen Riesen-LKW's. Ein Ziel meiner Australien Reise ist es, mal mit so einem gefahren zu sein - mit geduld und Hartnaeckigkeit schaffe ich das wohl auch! =)

03. Februar 2009

Vergangenes Wochenende besuchte ich mit Michele und Erwin die Blue Mountains, ein Gebirge, dessen Auslaeufer ca. 60km westlich von Sydney beginnen. Das Gebiet wurde im Dezember 2000 zum Weltnaturerbe erklaert.

Im linken Bild sind die "Three Sisters" zu erkennen, welche als Aushaengeschild der Blue Mountains bezeichnet werden. Die Three Sisters wurden durch Erosion geformt. Der weiche Sandstein der Blue Mountains wird leicht durch Wind, Regeun und Fluesse abgetragen. Deshalb auch diese oft verblueffenden Gesteinsformen, welche man da oben antrifft. Man koennte Tagelang wandern und fotografieren! Die unzaehligen Walking-Trails fuehren vorbei an Wasserfaellen, Baechen und Fluessen mit klarem Bergwasser.

Waehrend einer 2-stuendigen Wanderung durch die Jenolan Caves durften wir beeindruckende Tropfsteinformationen und unterirdische Seen bewundern.

Uebernachtet haben wir mit Campingbus an einem idyllischen See, abgelegen von jeglicher Zivilisation. Barbecue und Lachsbroetli waren koestlich, leider stieg jedoch die Lufttemperatur in menschenunfreundliche Bereiche. Eine Erfrischung im kuehlen Bergsee war schon vor dem Fruehstueck notwendig.

11. Februar 2009

Im Moment laeuft nicht besonders viel Aufregendes. Bin noch bis mitte Maerz in der Schule und da kehrt auch ein gewisser Alltag ein. Viel mehr als dass ich mir ein Surfboard gekauft habe und das fleissig am ausprobieren bin laeuft nicht.

Meine Host-Family zieht per Ende April in ein neues Haus ein. Das Alte haben sie bereits verkauft und wir sind voruebergehend in ein ziemlich altes, aber grosses und geraeumiges Haus eingezogen. Mein Zimmer ist cool und nicht so heiss wie dieses vorher. Gefaellt mir fast besser am neuen Ort.

Geil war nur, dass der Strom nicht recht funktioniert hat und beim Betaetigen des Lichtschalters hat's manchmal echt geknallt, gefunkt und immer wieder die Sicherung durchgebrannt. Nachdem es der Familie Gannon auch noch den Fernseher verblasen hat (mit schoenem weissem Rauch) habe ich mal das Plateau vom Sicherungskasten aufgeschraubt. Naja, dass so was Altes auch nur noch teilweise funktionierte war fragwuerdig, die Draehte broeckelten richtig auseinander, wenn man sie bewege. Im Keller hatte es eine Rolle intakten Draht (alles in der selben Farbe)...haha - soll der Naechste fluchen =). Diesen habe ich jetz so weit verbaut, dass alles wieder funktioniert und abgesichert ist. Jetz kann Fam. Gannon wieder kochen, waschen, glaetten und Fernseh gucken und alle sind gluecklich ;-)

21. Februar 2009

Das Wetter bessert sich langsam aber sicher. In den letzten Tagen hat es nur geregnet, was aber nach den heissen Tagen gar nicht mal so schlecht war. In der Schule laueft's gut und ich kann langsam ein Licht am Ende des Tunnels sehen. Die Pruefungen finden am 14. Maerz statt und danach kann die Reise weitergehen. Diese Woche besuchten wir im Rahmen eines Klassenausfluges eine Gerichtsverhandlung ueber einen Mordprozess. War ne coole Sache - spannend und lehrreich! Viel mehr zu berichten gibt's im Moment leider gerade nicht.

Auf der Karte unten habe ich eingezeichnet, wo ich bisher war und wie die Reise ab mitte Maerz dann weiterverlaeuft (Stand: Februar 2009).

02. April 2009

Schon 2 Wochen dauert unser Road Trip. Gestartet in Manly ueber Broken Hill, Cooper Pedy, Uluru (Ayers Rock), Adelade, Kangaroo Island und jetzt sind wir in irgendeinem Kaff zwischen Adelade und Melbourne wo ich endlich mal Internet-Connection habe. Jetzt habe ich auch das wirkliche Australien kennengelernt, das Outback mit seinen heissen Tagen und kalten Naechten, endlose Strassen durch duerre und karge Landschaften. Ab und zu wieder mal einen Bauernhof, ein Totes Kaenguru oder ein Autowrack am Strassenrand. Aber das Feeling und die Freiheit die man fuehlt, wenn man durchs Outback rast ist unbeschreiblich!

Die Temperaturen steigen trotz Herbst tagsueber auf bis zu 50C und nachts kuehlt es runter, teilweise bis zum gefrierpunkt. Das ist manchmal noch etwas gewoehnungsbeduerftig. Im Landesinnern wird man am Tage oft von unzaehligen Fliegen geplagt, die einem um den Kopf schwirren. Mit einem guten Mueckenschutz laesst sich dieses Problem allerdings prima eindaemmen... 

Wir haben fuer 4 Wochen einen Campervan gemietet, der es uns ermoeglicht ueberall unabhaengig zu uebernachten. Mein Surfboard habe ich bis jetzt vergebens mitgeschleikt. Die guten Surfstraende kommen aber bald =) 

Mit Sandy am Steuer kamen wir wenigstens SCHNELL vorwaerts ;-) Sie spendete dem Staat spontan und grosszuegigerweise $ 310.00. Ich hatte ja wieder mal verdammt "Schwein" dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht am Steuer sass... =)  

Auf dem Weg von Sydney zum Ayersrock, dem wahrscheinlich beruemtesten Wahrzeichen im Herzen von Australien.

Hoehepunkt in der Region Alice-Springs sind die unbeschreiblich stimmungsvollen Sonnenuntergaenge. Sonnenaufgaenge auch, fuer die war es uns aber zu frueh... =)

Die typisch rot-sandige Erde und die gewaltigen Road Trains, die einem im Outback immer wieder begegnen.

17. April 2009

Von Australiens Mitte reisten wir wieder suedwaerts - einige hundert Kilometer auf der gleichen Strasse, auf welcher wir schon hoch gefahren sind. Uebernachtet haben wir oft an gemuetlichen Plaetzen, wo der gewoehnliche Tourist wohl einfach vorbeifahren wuerde. Da der Camper mit Warmwasserdusche und grossem Frischwassertank ausgeruestet ist, sind wir nicht abhaengig von Camping-Areas oder Motels und koennen bequem unterwegs duschen. An den meisten Tankstellen kann der Wassertank gratis aufgefuellt werden. Dank zwei leistungsstarken Akkus, die durch Sonnenkollektoren und die Lichtmaschine geladen werden, bleiben die Nahrungsmittel kuehl und wir koennen ohne Weiteres eine Nacht DVD oder TV gucken.

Aber jetz zurueck auf die Strasse. Wie erwaehnt, sieht man nicht nur Road Trains und rote Erde. Vor allem bei Daemmerung kreuzen sich meine Wege mit jenen der zahlreichen Wildtiere.

Immer wieder Skelette und Tierkadaver am Strassenrand sind hier ueblich!

Entaeuscht war ich von Kangaroo Island. Diese Insel ist bekannt fuer ihre Vielfalt von Tieren, die man ueberall beobachten kann. Der Name Kangaroo Island soll der Insel angeblich alle Ehre geben und es soll nur so wimmeln von Kangaroos - Im Gegenteil!! Weder Kangaroos noch Koalas konnten wir "lebendig" sehen.

Viele dieser Tiere verendeten nach einem Busch-Feuer im vergangenen Jahr, wie ich im Nachhinein erfahren habe. Noch immer sind viele Baeume und Pflanzen schwarz und verkohlt. Dafuer hatte die Insel landschaftlich viel zu bieten. Unglaubliche Felsformationen und abgelegene Straende mit weissem Sand und tiefblauem Wasser, die man erst nach stundenlangem Wandern erreichen konnte. Weiters waren die Pelikanfuetterung sowie die gefuehrten Touren zum Seal Bay und zu einer der vielen Pinguin Kolonien sehenswert.

Seals und Pinguine in freier Wildnis.

Da wir uns auf Kangaroo Island 3 Tage Zeit nahmen, konnten wir trotz Allem einige Tiere beobachten und Fotografieren. Nach der Rueckkehr verbrachten wir 2 Tage auf einem "gehobenen" Camping-Ground in Adelaide, genossen das Stadtleben und verwoehnten uns kulinarisch (selber gekocht natuerlich!!). Von Adelaide weiters nach Portland, einige KM der Kueste entlang wo wir die Naechte bei Lookouts mit imposanter Aussicht verbrachten.

Bevor wir die bekannte Great Ocean Tour starten konnten, mussten wir dem schlechten Wetter vorerst etwas in den Norden ausweichen. So durften wir einige der vielen Schoenheiten bewundern, die der Staat Victoria zu bieten hat. Grosse Teile dieses Staates wurden durch die letzten Buschfeuer vollstaendig zerstoert. Die Flammen haben vor Allem im oestlichen Teil rund um Melbourne gewuetet. Trotzdem erschwerte es die Planung oft da viele populaere Gebiete betroffen sind.

Spannend waren die Goldminen und die verlassenen Goldgraeberstaettchen. Der Goldrausch lockte vor vielen Jahren tausende Bergleute aus der ganzen Welt in diese Regionen. Sie bauten sich hier eine neue Existenz auf. 

Bilder aus einem originalgetreu nachgebauten Goldgraeberstaedtchen. Heutzutage rentieren die Goldminen im altertuemlichen Stil kaum mehr und viele dieser Orte sind ausgestorben und stehen als Zeitzeuge nutzlos da - sie stehen da als unheimliche, verlassene Geisterstaette.

Zur Great Ocean Road und ihrer Sehenswuerdigkeiten gibts eigentlich nicht viel zu sagen - Einfach GREAT!!!

Die Stadt Melbourne im Sueden von Australien. Eine Stadt mit einem ganz speziellen Charakter - VIIEL ruhiger und gelassener im Vergleich zu Sydney aber trotzdem aehnlich! Auch das Nachtleben laesst Wenig zu wuenschen uebrig!!

Zurueck in Manly! Zeit um sich beim Bierchen oder beim NACHT-Baden von den noch Dagebliebenen aus meiner Schulzeit zu verabschieden.

06. Mai 2009

Der Abschied von Sydney und Manly fiel mir gar nicht so einfach wie gedacht. Schliesslich war das fuer knapp 4 Monate mein Zuhause. Man kennt die Stadt nach dieser Zeit inn- und auswaendig und es entstanden wunderbare Freundschaften mit Einheimischen, zu Denen man immer wieder zurueck kann.

Von Sydney bin ich per Eisenbahn 12 Stunden in den Norden gefahren nach Byron Bay. Dort besuche ich zur Zeit Hans und Josiane auf ihrer Farm. Sie sind alte Bekannte meines Vaters, die er vor ca. 30 Jahren in Suedafrika getroffen hat. Ich helfe ihnen auf der Farm und darf in diesem fantastischen Gebiet leben wie ein Koenig =)

 

DANKE euch Beiden, Hans und Josiane 1'000 MAL fuer alles!!!! Hoffentlich auf bald mal wieder!!!

15. Mai 2009

Nach zwei weiteren Tagen in Byron Bay bin ich jetz bereits einige Tage in Surfers Paradise gewesen. Da dominiert weniger die Natur und die Tiere sondern mehr der Strand, die Hochhaeuser und das Nachtleben. Die Straende sind auch da wunderbar und das Wasser ist schon hier kristallklar. Schade ist, dass die zahlreichen Hochhaeuser schon am fruehen Nachmittag ihre Schatten auf den Gold-Coast Beach werfen. Ein genialer Platz aber zum surfen und relaxen!

25. Mai 2009

In Surfers Paradise habe ich herausgefunden, dass ich versehentlich meine gueltige Bankkarte nach Hause geschickt und die Abgelaufene weiter mit mir rumgetragen habe. Diese Karte ist der Schluessel zu meiner Existenz =(. Was dann fuer mich hiess, dass ich eine Adresse in Brisbane angeben musste und meine Eltern diese Karte wieder zurueckschickten. Ich sass also gut eine Woche in Brisbane fest. Leider war das die Woche der verherenden Ueberschwemmungen und des starken Regens in dieser Region worueber man auch in der Schweizer Presse lesen konnte. Fuer mich hiess das Abwarten und Rumsitzen. Ausfluege kamen bei derart starken Regenfaellen fuer mich nicht in Frage. Es schuettete tagelang derart heftig, dass bereits ein Ueberqueren der Strasse unmoeglich war, ohne sofort TOTAL durchnaesst zu sein =(

Brisbane (hier an meinem ersten Tag vor dem Unwetter) ist eine angenehme und ruhige Stadt. Obwohl ich die Eleganz von Melbourne und die Atmosphaere von Sydney vergebens suchte gefiel es mir gut. Der Brisbane River ist nicht zum Baden geeignet darum wurde ein kuenstlicher Beach in der City angelegt der echt sehenswert ist. Mit Lifeguards und Allem was dazu gehoert.

Als dann meine Karte einige Tage verspaetet (danke den Postbeamten) angekommen ist, konnte ich weiterziehen, ca. 1 Bus-Stunde noerdlich von Brisbane nach Mooloolaba wo es eigentlich wunderschoene Straende und klares Wasser hat. Infolge Unwetter sind die Beaches da verwuestet, sprich der ganze Sand wurde durch starken Wellenschlag meterweise abgetragen und das Wasser wird noch einige Tage braun sein. Die Beton-Fundamente der Treppen, welche runter zum Beach fuehren, haengen in der Luft!

Dafuer stehen mir hier gratis Surfboards und Bikes zur Verfuegung. Das Highlight dieser Region ist zweifellos der Australian ZOO in welchem Steve Irwin, besser bekannt als Crocodile Hunter bis zu seinem tragischen Tod durch einen Sting-Ray gewirkt hatte. Ein wunderbarer Mensch, der VIIEL fuer die Tierwelt und den weltbekannten ZOO getan hat und mit seiner lockeren und humorvollen Art die Tierwelt der breiten Masse ein Stueck naeher brachte.

Tiere welche nicht gerade toedlich sind, koennen hautnah erlebt, angefasst und geknuddelt werden.

13. Juni 2009

Ja, Australien hat viel zu bieten, deshalb bin ich auch immer noch da! Nach dem Australia ZOO habe ich zusammen mit Markus aus Deutschland waehrend einer offroad-Safari die meisten Teile von FRASER Island abgefahren. Fraser Island ist die groesste Sandduene der Welt und fuer die zahlreichen wildlebenden Dingos bekannt. Dingos kann man nach Daemmerung ueberall beobachten. Auch landschaftlich hat die Insel gewaltig viel zu bieten!

Nach Fraser sind wir einige Bus-Stunden noerdlich nach Airlie Beach, dem Gate zur traumhaften Whitesunday-Inselgruppe gefahren, wo wir einen 3-taegigen Segeltripp mit genialen Leuten, super Essen, Bushwalks und geilen Foto-Shootings genossen. Danke auch allen - Es war HAMMER!!!

Und nach gelungener Abschieds-Party zurueck in Airlie Beach gings fuer mich gleich wieder aufs Schiff nach Cairns (einen Tag Busfahrt noerdlich). Auf einem Tauchboot der PRO DIVE Cairns konnte ich waehrend 11 Tages- und 2 Nachttauchgaengen das Great Barrier Reef hautnah erleben.

14. Juli 2009

Ein weiterer wunderschoener tropischer Tag in Darwin. Sorry, dass ich so lange nichts von mir habe hoeren lassen! Aber die Moeglichkeiten ins Internet zu gehen waehrend meiner Reise durch West-Australien waren sehr beschraenkt. Gestartet hat die Reise in Cairns mit dem erwaehnten DIVE Trip am great Barrier Reef. Von dort aus konnten wir ein Auto nach Darwin "verschoben" (3'800 Km) was eine der guenstigsten Moeglichkeiten ist um von A nach B zu gelangen. Ab Darwin dann endlich wieder ein "Zuhause" in einem KEA Campervan mit allem, was das Herz begehrt! Mit diesem Wagen bewaeltigten wir in 4 Wochen unglaubliche 11'400 Km runter nach Perth und zurueck nach Darwin.

Unterwegs habe ich VIIEL erlebt und gesehen. Western Australia ist wunderschoen und weitaus nicht so dicht besiedelt wie der Osten. Das heisst aber auch, dass man umso laenger fahren muss um von einer Stadt in die naechste zu gelangen. Wir haben viele geniale Nationalparks mit wunderschoenen Wasserfaellen besucht, in heissen Quellen/Fluessen gebadet und einige schoene Wanderungen gemacht.

Auf der Strassenkarte haben wir eine Stadt entdeckt, die es eigentlich gar nicht mehr gibt und in die eigentlich niemand mehr geht. An der Abzweigung, von welcher die 40 Km lange schotterstrasse zu dieser Stadt fuehrt ist abmontiert oder verrostet. Es ist eine Geisterstadt, die vor vielen Jahren wegen dem Aspest Risiko fluchtartig verlassen wurde. Geisterstaedte haben mich schon immer fasziniert, was uns dazu veranlasst hat, dem Pfad zu folgen.

Es war eine Arbeiterstadt bei einer Aspestmine. Das obige Warnschild war einige Kilometer vor der Stadt plaziert. In dem verlassenen Staedchen waren alle Haeuser und Einrichtungen noch vorhanden - einfach alles zerfallen und tot. In den Kuechen noch lebensmittel und die Kuehlschraenke noch voll... -alles seit Jahrzehnten abgelaufen =) Ein Zeitzeuge, der zeigt, wie man vor 30 Jahren gewohnt und gelebt hat.

Der Sunset-Camelride ist ein must-do in der Stadt Broome im Nordwesten Australiens. 

Langsam habe ich Australien gesehen. Ich habe ueber 80 Fotos hochgeladen und koennte noch viele mehr zeigen. Da diese Seite aber anyway schon ziemlich Australien lastig ist, werde ich meine "Berichterstattung" aus Down-Uunder damit abschliessen. Ich sitze jetzt in Darwin und morgen geht mein Flug nach Bali/Indonesien, wo ich wieder auf eine voellig andere Kultur treffe. Ich freue mich, schaue aber trotzdem mit einem weinenden Auge auf Australien zurueck. Schliesslich habe ich hier ueber ein halbes Jahr gelebt und mich an Land und Leute gewoehnt.

16. Juli 2009, Bali - INDONESIEN

Wollte nur mal mitteilen, dass ich bestens in Indonesien angekommen bin! Bevor man am Ngurah Rai Airport mit "Welcome" begruesst wird, haengt ein grosses Schild mit der Aufschrift "DEATH Penalty for those who carry Drugs to Indonesia!" Hier gilt indonesisches Recht und dieses wird auch ohne Ruecksicht auf jenes im Heimatstaat angewendet!

Schon die Taxifahrt zum Hotel war das reinste Abenteuer. Fussgaenger, Velos oder Motorraeder sind egal, fuer das bremst man nicht sondern betaetigt die Lichthupe mit gleichzeitigem Hornen - dann rettet sich alles mit einem Sprung zurueck auf das Trottoir oder in die Buesche!

Es sind hier wieder Tag und Nacht Menschen unterwegs, die feiern und das Leben geniessen. Regeln, dass man in der Oeffentlichkeit nicht Rauchen oder Alkohol konsumieren darf gibts hier nicht. Stress und Alltag brauchts nicht! Was ich bis jetz erlebt habe war mega. Die Leute sind so zuvorkommend und freundlich und zeigen nach einem Trinkgeld, dass nach unseren Verhaeltnissen wirklich nichts ist, eine enorme Dankbarkeit und ein freundliches Laecheln.

Auch die Architektur ist hier voellig anders als jene Australiens. Die Gebaeude sind mit viel Liebe zum Detail errichtet, gespickt mit Holzschnitzereien, Skulpturen und Wasserspielen. Ueberall der Duft von Raeucherstaebchen! Man kann an jeder Ecke in Restaurants und Bars gratis in abenteuerliche Pools springen.

Die Lebenskosten sind vergleichbar mit unseren Nichts! Mit wenigen Rappen macht man Menschen gluecklich und kommt schon sehr weit. Tatsaechlich kann man mit etwas Glueck fuer 70 Rappen Abendessen. Wenn man dann noch 50 Rappen Trinkgeld gibt, ist man sowieso der Koenig =)

23. Juli 2009

Nach einigen Tagen anklimatisieren in Sanur und Kuta bin ich schon voll im indonesischen Leben integriert, da wo man CocaCola noch aus den traditionellen Glasflaeschen trinkt weit entfernt von jeder Einschraenkung und Reglementierung. Nach einer Woche Kuta habe ich Bali entgegen meiner Plaene schon wieder verlassen. Empfehlungen nach muss die Insel Lombok, westlich von Bali ein Geheimtip sein.

Lombok, noch immer ein Geheimtipp und ein beschaulicher Abstecher in eine Welt, wo Pferdekutschen und Ochsenkarren den Rhythmus bestimmen. Dahinkommen war aber ein Spiel mit dem Geduldfaden. Zuerst 2h Fahrt mit de Minibus zum Ferry Terminal, dann mit einer Schaar Indonesier den weiteren Transport reservieren und den besten Preis rausholen, dann Ueberfahrt mit einer rostigen und verloecherten Ferry 4.5 Stunden. Eigentlich haette es 3h dauern sollen! Anyway, es war dann in Lombok schon dunkel als mich mein Chauffeur abholte und 1.5h in den Norden der Insel chauffierte. Die eintaegige fahrt mit Bussen und Schiff hat mich ca. 5.00 SFR gekostet!

Genau so oft wie man in Amsterdam mit "Heroin-Kokain-Marhuana-nice Price for you my Friend" angesprochen wird, hoert man hier aus jeder Ecke "Transport-Transport-good Price" =). Oft bucht man Busse/Transport irgendwo bei einem Indonesier auf blindes Vertrauen. Man erhaelt einen Voucher, wir wuerden dem Fresszettel sagen und uns nicht mal den Hintern damit abwischen! Der Fresszettel ist ein All Inclusive-Ticket und garantiert, dass ich dann an einem vereinbarten Punkt -weit weg- von Jemandem abgeholt und zum Bus gebracht werde, der mich ans gewuenschte Ziel bringt.

Das funktioniert aber immer. Wurde noch nie nur annaehernd beschissen!

26. Juli 2009

Von Lombok jetzt bereits wieder eine sehr kleine Insel weiter auf die Gillis. Gilli Islands sind eine Inselgruppe die fuer Biketouren, Tauchen und Schnorcheln beliebt sind. Das Meer-Wasser, wie langsam gewohnt - klar wie ein Swimmingpool und bis zu 30C. Die "Verschiebung" zu buchen war ganz einfach und billig! Nur, bis ich dann mal da war ging's dann doch einen halben Tag!

Auf die Ferry im linken Bild wurde alles draufgeschmissen (Gepaeck, Einheimische, Huehner, Touristen, Reis) bis das Schiff fast abgesoffen ist. Die Fahrt war unterhaltsam und dementsprechend schnell vorbei! Das rechte Bild ist von Gilli aus in Richtung Lombok aufgenommen worauf Einheimische zu sehen sind, die Backsteine, Zement und Trinkwasser auf die Insel schleppen.

04. August 2009

Nun wieder zurueck auf der Insel Bali wo ich ein paar Tage in UBUD, einem Staedchen ohne Beach und Surfstraende verbrachte. Dafuer kann man die balinesische Kultur und die Berglandschaften erleben. Die Stadt ist inmitten vieler eindruecklicher Reis-Terassen angelegt welche in starkem und saftigem "Gruen" leuchten. Es gibt zahlreiche Wanderungen und Spaziergaenge quer durch die Reisplantagen und vorbei an einigen der groessten Tempel Balis.

Der Reisanbau (bild links) ist eine praezisions-Arbeit und braucht Zeit und Geduld. Reis benoetigt staendige Wasserzufuhr so werden Baeche in die Reisplantagen um- und abgeleitet. Die Riesigen Anlagen sind eine Augenweide und bewundernswert ist, dass alles Handarbeit ist. Den Menschen stehen keine schweren Maschinen zur Verfuegung - bleibt nichts anders uebrig, als zu schuften fuer einen Tageslohn (10 Stunden) von 50 Rappen! Das rechte Bild entstand waehrend dem Wildwasser-Rafting auf einem Fluss nahe UBUD, Bali.

Vor zwei Tagen habe ich eine Vulkan-Trekking Tour von 12 Stunden gemacht. Damit wir den einmaligen Sonnenaufgang bestaunen konnten, wurde ich schon Morgens um 02:30 im Hotel abgeholt. Die insgesamt 12h Marsch waren es wert, da ich so nah an vulkanische Aktivitaet herankam, wie an kaum einem anderen Ort. Der Mt. Batur ist noch sehr aktiv und letztmals im Jahre 2000 ausgebrochen. Auf den Wegen durch den Krater war es teils so heiss, dass man meinen konnte, vor einem riesen Feuer zu stehen. Ich musste zwischendurch die Haende vor das Gesicht halten, um mich vor der Hitze zu schuetzen - unglaublich! Es gab viele Stellen, wo man Wasser und Eier kochen konnte!

Monkeys (bild rechts) hat es ueberall in den Waeldern und auf den Strassen und es passiert nicht selten, dass sie an einem hochklettern, wenn sie irgendwo Futter vermuten. Diese Kreaturen waren im Stande, sowohl den Reissverschluss meines Rucksacks als auch jenen der sich darin befindenden Kamera-Tasche zu oeffnen! Sie klauen aber auch Sonnenbrillen, Portemonnaies und Autoschluessel und denken nich im Entferntesten daran, es zurueck zu geben! =)

05.August 2009

Heute wird es anders! Besser oder schlechter, ich weiss es jetzt noch nicht. Ich werde Bali, den Ort, der mit Touristen ueberfuellt ist verlassen und auf die Nachbarinsel JAVA mit der groessten Bevoelkerungsdichte Indonesiens reisen. Die ersten Ortschaften in denen ich mich entschieden habe zu uebernachten sind klein und vom Tourismus unberuehrt. Orte, an denen ich auffallen werde!

In Denpasar bestieg ich meinen Bus. Im Ticket war der Preis fuer die Faehre schon inbegriffen. Die Busfahrt dauerte 3.5h und war spannend. Ja, ich war der einzige "nicht Indonesier" und Blicke richteten sich in meine Richtung, waehrend ich mir ueberlegte, ob ich fuer das Busbillett nicht doch zuviel bezahlt habe.

An Board der Faehre waren alles Einheimische. Am Anfang hat mich das Glotzen etwas gestoert, als ich aber diese Blicke mit einem Laecheln erwiederte, war alles anders. Die Leute kamen zu mir und versuchten, sich mit mir zu unterhalten. Auch wenn ihr Englisch oft "katastrophal" ist, sind die Sachen die sie einem zu erzaehlen wissen unglaublich spannend.

In Banjuwangi angekommen habe ich mein Hotelzimmer fuer Fr. 3.50 pro Nacht bezogen. Im Zimmer wimmelte es von Muecken, die sicher alle moeglichen Krankheiten in sich tragen. Ich wollte duschen. Doch daraus wurde nichts, da ich keine Dusche hatte. Am anderen Tag habe ich gemerkt, dass das "Bad" dafuer eingerichtet war, sich mit dem Schoepfkrug, der da ist um die Toilette zu spuehlen, zu duschen. Ich duschte trotzdem!

Ich brach auf, fuer einen kleinen Spaziergang durch das Staedchen. Ein junger Mann auf einem Motorrad fing an, sich mit mir zu unterhalten. In diesem Moment hatte ich gerade gar keine Lust dazu. Doch dann entwickelte sich ein langes Gespraech. Er wollte meine indonesische Handynummer. Er war nicht der Erste, der nach Email Adresse oder Handynummer fragte. Ich gab sie ihm.

06. August 2009

JAVA hat ein gut erschlossenes Eisenbahn Netz und ich entschloss mich, die Reise mit dem Zug fortzusetzen. Am spaeteren Morgen fuhr mich ein Taxi fuer einen fairen Preis von Fr. 1.50 zur Railway-Station, die etwas ausserhalb von Banjuwangi lag. Dort konnte ich problemlos mein Zugticket nach Probbolinggo beziehen. Die Zugfahrt, die an Reisplantagen, abgelegenen Doerfchen und idyllischen Fluessen und Baechen vorbeifuehrte, dauerte 5 Stunden.

In den Gewaessern sah ich Menschen, die mit dem Hintern halb im grau-gruenen wasser sassen und hemmungslos ihr Geschaeft erledigten, waehrend sich 10 Meter weiter unten jemand mit einer Buerste waschte und weitere Meter flussabwaerts "reinigte" eine aeltere Frau ihr schmutziges Geschirr.

Dieses Szenario wiederholte sich staendig, waehrend ich konzentriert aus dem Zugfenster starrte. Ich hatte miene ganze Aufmerksamkeit dem Fenster gewidmet, bis sich ein einheimisches Maedchen neben mich setzte und fragte, ob ich Englisch spreche. Ihr Englisch war ausgezeichnet und wir unterhielten uns lange ueber ihr Leben, mein Leben und die muslimische Kultur. Sie trug ein Kopftuch.

Nach weiteren Stunden rollte der Zug langsam in die Railway-Station Probbolinggo, waehrend ich mein Gepaeck auf des Aussteigen vorbereitete und die Indonesierin mich nach miener Handynummer fragte.

Dann gings wieder schnell. Ein Fahrradfahrer offerierte mir einen Preis fuer die Fahrt ins Hotel. Ich handelte und reduzierte den Preis von Fr. 2.50 auf Fr. 1.00. Handeln ist hier an der Tagesordnung und gehoert zur Kultur. Wenn man es nicht tut, sind die Leute oft sogar enttaeuscht.

07. August 2009

Von Probbolinggo aus machte ich mich morgens um 2:00 auf den Weg zum Bromo-Tengger National Park, wo ich auf 2770 M. den Sonnenaufgang und die atemberaubende Aussicht auf mehrere aktive Vulkane genoss (bild rechts).

08. August 2009

Das gleiche Szenario spielte sich ab, mit Zug etc. in die zweitgroesste Stadt Indonesioens "Surabaya" wo ich am Abend Mey, das Maedchen von gestern aus dem Zug, getroffen habe.

Waehrend ganzen 4 Stunden zeigte sie mir, zusammen mit einem Freund der Taxifahrer ist, die 2.6 Millionen Metropole by night. Um erlich zu sein, war ich zuerst etwas ueberrascht, als sie mit einem Taxi auftauchte und der Taximeter laufend zaehlte. Ich dachte fuer einen Moment, dass ich dann derjenige sein werde, der das alles bezahlt. Ich realisierte aber schnell, dass der Taxifahrer ein guter Freund war und bald begann, den Taximeter laufend auf "0" zurueckzustellen.

Sie zeigten mir die unmoeglichsten Orte und bestanden darauf, alles was kostete selbst zu bezahlen. Ich fuehlte mich nicht wohl dabei. Ich wollte doch nicht, dass die fuer mich bezahlen. Aber so sind sie, die Indonesier, wenn sie dich als guten Freund ansehen!

Am Schluss habe ich beiden je 50'000 Rupein in die Hand gedrueckt (je ca. Fr. 5.00). Sie zoegerten lange, bis sie es dann mit Wiederwillen annahmen. Sie hatten unglaublich Freude und ich mein schlechtes Gewissen beseitigt.

Waehrend ich mich muede ins Bett lag, dachte ich an diesen wunderbaren Abend - nur unter Indonesiern. Einer der speziellsten Abende, seit ich in diesem Land bin!

17. August 2009

Entlang der noerdlichen Kueste von Java naeherte ich mich der Grossstadt Jakarta. Da ich in Indonesien weitere 25. Tage verbringen werde, habe ich mich entschlossen, nicht die uebliche Touristen-Route durch zentral Java zu waehlen sondern die Nordkueste, die vom Tourismus noch wenig beruehrt ist. Ich war meistens der einzige meiner Art. Waehrend den Zugfahrten lernte ich muehelos 2-3 Indonesier kennen, die mich Abends noch so gerne herumfuehrten. Auf diese Weise lernte ich oft auch deren Freunde und Familien kennen. Mehr zu Jakarta gibts dann spaeter. 

Kurzer Abstecher nach Singapore

Mein Visa ist mittlerweile abgelaufen und ich sitze in Singapore in einem genialen, sauberen "Backpacker's". Ein Flug von Jakarta nach Singapore und zurueck (Fr. 78.00) war die einzige Moeglichkeit, das VISA in Indonesien um weitere 30 Tage zu verlaengern. Das gab mir die Gelegenheit, die Stadt Singapore einige Tage zu erleben. Singapore ist teuer und enorm sauber. Ich koennte vom Boden fruestuecken, egal wo! Dies wird unter Anderem durch sehr straffe Gesetze durchgesetzt. Kaugummi kauen gibt eine Busse von S$ 100 (ca. Fr. 80.00), Essen in der U-Bahn Station S$ 500 (Fr. 400.00) und Abfall fallen lassen S$ 5'000! Polizisten sah ich kaum. Die haetten kaum Arbeit! Die Leute nehmen die Gesetze sehr ernst so dass alles organisiert, pflichtbewusst und geordnet ablaeuft.

Ich war in vielen Shopping Centren und Food Meilen unterwegs nicht zuletzt, weil es in einer tropischen Stadt unangenehm heiss und feucht ist. Essen, das koennen sie hier =)! Food ist entgegen allem Anderen ziemlich billig und spitzenklasse! Die Variation ist unbegrenzt und idyllische Restaurants erstrecken sich quer durch die Innenstadt.

22. August 2009

Zurueck in Jakarta war es kein Problem, den Weg vom Airport in die Stadt und zu meinem Hotel zu finden. Da ich ja bereits da war, wusste ich wie der Hase laeuft. Um so mehr Spass hat es gemacht, mit den Taxifahrern und Transportanbietern zu "dealen". Diese sahen mich als Newcomer!

Ich wusste genau, dass ich menen Weg zum Airport Bus gehen muss, der mir nur wenige Rappen kostet. Von den Taxifahrern bekam ich kreative Antworten zu hoeren wie: "Die Haben Urlaub und fahren Heute nicht!" Jaja, Urlaub, an irgend einem Tag unter der Woche... hahahah! Oder: "Es sind ledier alle krank!" Natuerlich habe ich mich koestlich amusiert und ihre Zeit extra in Anspruch genommen. Ich liess sie geduldig zappeln wahrend ich mich dem Busstop naeherte. Als der Bus kam, habe ich schnell mein Gepaeck ins Gepaeckfach unten geladen und die Taxifahrer zur rede gestellt. Jaja, Urlaub und Krank... ;-) Dann wars ihnen nirgends recht und ihre Kommentare blieben aus. Ich setzte mich in den Bus und genoss die Situation.

Am Abend verabredete ich mich mit einigen Einheimischen auf ein Bier, bevor sie mir das Nachtleben zeigten. Am naechsten Tag bieteten sie mir eine ausfuehrliche Stadtfuehrung. Vorbei am traditionellen alten Hafen, an beissend stinkenden Abwasserkanaelen und Armenvierteln sowie vorbei an pulsierenden Einkaufs- und Geschaeftsstrassen. Der Strassenverkehr war beeindruckend. So viele Fahrzeuge in allen Groessen und Variationen kamen von allen Richtungen und bildeten einen zaehfluessigen Strom. Die Abgase waren eine Zumutung.

Three-wheeled bajaj in Jakarta (Bild links)

"Food stall" und eine Armensiedlung entlang eines Abwasserkanals.

Nach Grossstadtleben in Jakarta war es Zeit fuer einen Abstecher in die Berge. Die Busse aus der Stadt heraus kaempfen sich stundenlang durch den zaehen Verkehr weshalb ich den Zug waehlte. Ich verschob nach Bandung, einer Stadt auf ca. 750m. Das Klima war hier mit 25C verhaeltnismaessig kuehl und die Luftfeuchtigkeit nur einen Bruchteil von jener in Jakarta.

25. August 2009

Und so war es auch, kuehl und angenehm aber auch eine erhebliche Luftverschmutzung! Bei meiner Ankunft war es schon spaet weshalb ich mich entschloss, in einem ziemlich guenstigen Hotel nahe beim Bahnhof abzusteigen. Es waren enge aber herzige Zimmer mit shared Bathroom auf jeder Etage. Das war okay!

Da der Fastenmonat Ramadan gerade gestartet hatte, war in der City alles ausgestorben. Das es so ruhig sein wird, habe ich mir nicht gedacht. Anyway, in Bandung gibt es viel zu "tun" und zu sehen. Ich habe Stacey, eine Australierin die ich in Bali kennengelernt habe wieder getroffen. Sie studiert an der Uni in Bandung und konnte mir eine gratis Unterkunft bieten. Ich begleitete Sie zur Uni und durfte waehrend zwei Tagen als "Gast" an den Vorlesungen teilnehmen. Diese wurden in Englisch gehalten. "Internationale Beziehungen" war sehr interessant.

26. August 2009

Wenige Tage vorher traf ich Beni, ein Einheimischer, der 200 Km. ausserhalb in einem Dorf auf dem Land zu Hause ist. Er fragte mich, ob ich interessiert sei, ihn in sein Dorf zu begleiten und seine Familie, das Doerfchen und die Umgebung kennenzulernen. Natuerlich willigte ich ein, logisch! =)

Es war es mehr als wert! Mit Pferdekutsche fuhren wir von der Hauptstrasse ins 150 Seelendorf wo ich zuerst dem Dorfaeltesten "Village Head" vorgestellt wurde. Ich wurde mit Tee und Kuchen empfangen. Kurz danach, in Beni's Haus begruessten mich seine Frau und seine Tochter. Die Tochter ist gerade mal 10 Jahre alt (Bild unten links, rechts von mir). Natuerlich war ich das Highlight aller Kinder =) Es gab ein feines indonesisches Nachtessen und wir besprachen im flackernden Licht einer altertuemlichen Gluehbirne den Ablauf des naechsten Tages.

Am Morgen begleitete ich die Tochter in die Schule und wurde auch dort herzlichst in Empfang genommen. Die Lehrer freuten sich, mit mir zu plaudern. Ich durfte nach frechem Fragen an diesem Morgen sogar die Englisch Lektionen uebernehmen - das war einfach einmalig! Weil das nicht Alltag ist, das ein "Fremder" Englisch unterrichtet, fuellte sich das Zimmer mit 3 Klassen. Ich haette mich daran gewoehnen koennen =)

 03. September 2009, Erdbeben 7.4 erschuetterte die Insel Java

Bereits seit einer Woche halte ich mich in Pangandaran, dem Beach- uns Surfresort der Insel JAVA auf. Es ist ein wunderbares Staedchen mit netten Restaurants und super Beaches!

Leider sind immer noch Spuren des Tsunamis vorhanden und viele Einheimische haben nur noch "Bruchteile" ihrer Familien uebrig. Die Bevoelkerung ist gepraegt und sensibel seit den Tsunamis 2004 und 2006.
 
 
Das war diese Woche einige Male das Thema im Rest. Relax, das Liselotte gehoert. Sie ist urspruenglich aus der Schweiz, von Sils i. Domleschg GR, lebt aber seit bald 20 Jahren mit ihrem Ehemann in Pangandaran. Nach interessanten und tiefgruendigen Gespraechen ueber den Tsunami ging mir so Einiges durch den Kopf. In diesem Dorf kamen 6000 Menschen ums Leben. Ein Massengrab und einige Ruinen erinnern an die Katastrophe.
 
Gestern war mein zweitletzter Tag hier. Ich packte Taucherbrille und Schnorchel, um am Whitesand-Beach schwimmen zu gehen. Nach farbigen Fischen, Korallenriff und "Locals" di mir stolz einen soeben gefangenen Tintenfisch praesentierten entschloss ich mich, an die suedliche Spitze der Halbinsel zu gehen, um mir die grossen Wellen im indischen Ozean anzusehen.
 
Auf dem Weg dahin sah ich zwei Einheimische, die Holz schnitzten. Sie sassen vor einer Huette, neben einem dicken Affen.
 
Ploetzlich schrien sie mir zu, ich solle kommen. Ich dachte mir zuerst: "Wollen die mir jetz den haesslichen Affen zeigen, von denen es hier hunderte gibt? - wohl kaum!" Sie zeigten nicht auf den Affen sondern auf die Huette, die am wanken war, als wuerde jemand mit einem Bulldozer versuchen sie umzustossen. Jetzt realisierte ich es auch, es war ein heftiges Erdbeben!
 
Sie griffen nach meinem Arm und sagten mit gebrochenem Englisch: "Jetz muessen wir einfach nur wegg, verdammt schnell weg und zwar auf den Huegel da!" Ihre Blicke wandten sich verstoert in Richtung Meer und ich wusste, dass sie nach dem Beben einen Tsunami erwarteten. Ich stand einen Moment wie versteinert da, mein Puls schlug in die Hoehe, dass ich ihn am ganzen Koerper spuerte und es lief mir wort woertlich kalt den Ruecken herab. So ein Gefuehl hatte ich noch nie gehabt!
 
Ich dachte nach, ueber die Gespraeche in den vergangenen Tagen, ueber Erdbeben und darauf folgende Tsunamis. "Das kann doch nicht sein, dass das genau jetzt wieder passiert?!" Und schon rannten alle, barfuss ueber Steine, Wurzeln und Geroell in Richtung Huegel.
 
Ein zweites Erdbeben folgte. Die geteerten Strassen sahen aus wie Wellblech waehrenddem es schuettelte, waren dann aber wieder eben als es aufhoerte.
 
Alles fluechtete, ploetzlich ein riesen Verkehrsaufkommen. Autos und Motorraeder und alle "fuellten" ihre Fahrzeuge bis zum bersten mit Menschen, auch solchen, die sich nicht kannten, bevor sie in Richtung Berg rasten. Jeder erwartete das Schlimmste: Eine gewaltige Flutwelle. Es verging fast eine Stunde. Ich kann kein Indonesisch und wusste nicht was nun los war. Ich rief Claudia, meine Schwester an um mich via Schweizer Nachrichten auf dem aktuellen Stand zu halten.
 
Auf der Webseite vom Schweizer Fernsehen haben sie bereits darueber berichtet. Spaeter auch darueber, dass das Beben zwar verherend war, aber nur einen Tsunami von 20cm ausgeloest hatte. Diese Entwarnung kam fuer mich bevor es hier in Pangandaran jemand gewusst hat.
 
Waehrend ich telefonierte, machte ich mich auf den Weg zurueck ins Hotel wo alles verlassen war. Die Registrierkassen mit allem Geld unbewacht und die Strassen dunkel. Sie haben den Strom gekappt, damit die Hochspannungsleitungen, die im Falle einer Flutwelle umstuerzen wuerden, nicht noch mehr Schaden anrichten.
 
Die naechsten Tage herrschte Chaos und das Ausmass aller Schaeden und Todesopfer kam ans Tageslicht. Das Erlebte wird mir noch einige Male zu denken geben. Mein Trip geht aber weiter. Richtung Yogjakarta.

 
Fishmarket und Dschungel nahe Pangandaran.
 
15. September 2009

Yogyakarta ist zweifellos der kuenstlerische und kulturelle "Hub" der Insel Java. Von da aus lassen sich auch bequem die zwei imposantisten Tempel Indonesiens besichtigen, der Borobudur und der Prambanan. Es gilt auch als Touristenherz Javas, was ich trotz Ramadan auch spuerte.

Am "Birdmarket" wird alles angeboten, von Singvoegeln, Eulen, Tauben, Schlangen inklusive dem dazugehoerigen Futter. Eine praechtige 2-Kilo Eule mit leuchtenden gelben Augen wird fuer wenige Rupiah verhoekert. Es war spannend zu sehen, hingegen eine Zumutung, wie die Tiere gehalten und "angeboten" werden.

Wuermer in allen Groessen und Variationen am Birdmarket und der Borobodur Tempel

Interessant waren auch die ganzen Batik-Malereien und Silberschmieden. Wirklich spannend - wobei man da eigentlich hingebracht wird, dass man was kauft und die Guides kriegen dann eine ganz schoen saftige Provision. Das ist sehr schade. Manche Guides waren Anfangs so freundlich und ich hatte mega Gespraeche. Wenn sie aber spueren, dass zu wenig rausspringt, sind sie wie ein umgedrehter Handschuh. Manchmal verabschieden sie sich nicht mal mehr. Wenn ich eine Tour buche, dann buche ich sie, um mir etwas anzusehen und die Kultur kennen zu lernen und nicht dafuer, um mit vollbepackten Einkaufstaschen zurueckzukommen. Da musste ich oft schon laut werden und Klartext sprechen. Wenn ich "Nein" sage, dann meine ich das auch und sage es nicht nur zum Spass. Sonst wuerde ich vermutlich "Ja" sagen! =)

Meine letzten entspannten Tage verbrachte ich am Kuta Beach zurueck in Bali, wo meine Indonesien-Erkundung seinen Ursprung hatte. War wieder mal schoen, einfach nur "Ferien" zu machen. Fuer die Daheimgebliebenen mag das komisch klingen - Reisen ist jedoch anstrengender als es zu scheinen mag. ;-)

Das war mal Einiges, was ich euch von Indonesien "vermitteln" konnte. Es sind natuerlich so viele Ereignisse und Momente die ich auf dieser Page gar nicht so wiedergeben kann, wie ich es gerne wuerde. Nach zwei Tagen "Rumfliegerei" und Airports bin ich nun wieder in Singapore. Von da auch werde ich in den naechsten Tagen in Richtung Malaysia weiterziehen.

29. September 2009

Mit einem Luxus-Bus mit breiten Sitzen und einem riesen Angebot an Movies bin ich waehrend 5.5 Stunden von Singapore nach Kuala Lumpur, malaysias Hauptstadt weitergezogen. Ich merkte den Unterschied im Vergleich zu Indonesien schnell. Malaysia ist kein Drittwelt-Land mehr. Die Highways sehen aus wie die Schweizerischen und der Staat hat offensichtlich um einiges mehr Geld zur Verfuegung.

Auf den ersten Blick sah ich in Malaysia nur Palmen und Dschungel. Das Land ist sehr gruen und dadurch beschraenken sich die Aktivitaeten auf Dschungel-Tours und River-Cruises.

In Kuala Lumpur genoss ich das Nachtleben und die Leute in vollen Zuegen. Ich lernte zwei coole Englaender kennen, mit welchen ich den Taman Negara Nationalpark und die Fluesse unsicher machte. Waehrend einer Nacht-Tour und einem Hiking Trip konnte ich einheimische Tiere wie Schlangen, Skorpione und Kaefer beobachten sowie ein Einheimisches Dorf besuchen. Das ist (leider) ein Dorf, das taeglich von hunderten Touristen besucht wird und das Flair ging dadurch etwas verloren. War aber trotzdem interessant, den Geschichten der Einheimischen zuzuhoeren.

Mit den beiden Englaendern erlebte ich eine super Zeit weshalb wir zusammen weiterzogen. Weiter auf eine Insel mit Traumstraenden im Norden Malaysiens (Pulu Perenthian Kecil). Das Wasser ist so warm, dass es mir vorkam wie wenn ich zu lange in der heissen Badewanne sitze. Es gab kein Ausweichen von der Hitze, nur zwischendurch kalt Duschen brachte die Koerpertemberatur wieder ins Lot =)

Diese Insel haben wir am 25. September wieder verlassen. Wir legten einen uebertriebenen Reise Maraton an den Tag. Um 08:00 mit dem Schnellboot zurueck aufs Festland. Ich musste nicht lange stuermen, bis sie mich ans Steuer liessen =)). Sie haben aber zuerst kritisch meinen Schiffs-Fuehrerschein gemustert. Vom Festland gings mit dem Taxi zur Thailaendischen Grenze und danach stundenlang mit dem Zug zu einem Hafen von wo aus wir ueber Nacht auf die Insel Koh Pa-ngan gelangten. Ich fragte sofort, ob sie vielleicht so nett waeren und mich das Schiff fahren lassen. Wieder wollten sie meinen Ausweis sehen, sie kopierten ihn sogar! Ich konnte aber die halbe nacht einen mega-Kahn fahren =)).

Nach ueber 24 Stunden Reise bin ich jetzt mit den zwei Englaendern in Thailand auf Koh Pa-ngan. Heute ist ein fauler Einklimatisierungs-Tag, den ich bitter noetig habe!

05. Oktober 2009

Auf Koh Pa-ngan gefiel es mir bestens. Ich bin noch immer mit den beiden Englaendern Luke und Tom unterwegs. Die Insel ist das reinste Partyloch. Jeden Abend steigen Mega-Partys am Main-Beach und gestern ging die legendaere Full-Moon Party ueber die Buehne. Nicht weniger als 20 000 Menschen feierten die ganze Nacht durch. Etwa so, wie die Streetparade vor 8-10 Jahren noch war.

Waeren wir spaeter auf die Insel gereist, haette es sich vielleicht als schwierig herausgestellt, noch eine gute Unterkunft zu finden da diese Vollmond-Partys sehr populaer sind. Es gibt also nicht sehr viel Neues meinerseits. Wie Thailand wirklich so ist, kann ich erst einschaetzen, wenn ich wieder auf dem Festland bin und etwas Anderes gesehen habe um zu vergleichen.

Neben Party's und gutem Essen beschraenken sich die Aktivitaeten auf der Insel auf einige kurze Dschungel Hikes, Schnorkeln, Thai Box Kaemfe und Sehenswuerdigkeiten wie China-Tempel und viele Elefanten. Alles ist aber sehr auf den Touristenstrom ausgelegt und die wahre Thai Kultur suchte ich bis jetz noch vergebens.



Vollmond-Party waehrend dem Aufbau und Indischer Elefant im Dschungel

In den naechsten Tagen werde ich nach Phuket, and der Westkueste Thailands Reisen.

07. Oktober 2009

Gut und sicher in Phuket angekommen - Ja, sicher eigentlich schon aber ich kanns euch sagen, sowas muehsames hab ich in den hintersten und letzten Ecken dieser Welt nicht erlebt!

Nach dem mein englischer Freund von einem Motorrad-Vermieter uebers Ohr gehauen wurde regte ich mich einen ganzen Tag auf ueber die Art, wie die Thais agieren wenn sie mit Touristen zu tun haben.

Lucas hatte das Motorbike bereits einen Tag frueher zurueckgebracht. Wir hatten es zu Dritt genau inspiziert und auf moegliche Schaeden ueberprueft. Es wies lediglich an der unteren Front einige Kratzer auf, die wir nach SEHR GENAUEM hinsehen sahen. Soweit, so gut - dachten wir!

Am naechsten Tag brachten wir unsere Bikes Retour woran alles ok war. Jedoch musste Lucas, der seinen Pass fuer uns alle hinterlegt hatte nochmals bei dem Typen antraben. So ganz ploetzlich waren an seinem Motorbike, welches er gestern unbeschaedigt zurueckgebracht hatte, GROSSE Spuren zu sehen, als ob jemand mit einem Messer den Lack abgekratzt hat. So wars ja auch, nur derjenige der das Kunstwerk vollbracht hat, war der Haendler selber. Wir lachten zuerst und dachten er macht Witze.

Tatsaechlich wollte der Idiot umgerechnet Fr. 350.00 von Luc fuer diesen Schaden. Er liess nicht locker, da er ja seinen Pass besass und somit alles tun konnte.  Erst ein Besuch bei der Polizei konnte den Betrag auf ca. Fr.100.00 reduzieren. Im Nachhinein haben wir viele solche Storys gehoert.

Auch der Weg nach Phuket war gespickt mit leeren Versprechungen. Die Busse kamen dann schon, allerdings erst 2-3 Stunden spaeter, als versprochen. Anstatt zur vereinbarten Zeit waren wir 6 Stunden spaeter in Phuket. Nach jedem zweiten Mal fragen, ob der Bus jetz nun komme wurden wir beinahe angekraeht wie kleine Kinder. Ich haette dem 2x am liebsten (und vermutlich auch am Besten) eine reingedrueckt.

Diese Erfahrungen haben sich aber auf der Insel Phuket wieder relativiert.

10. Oktober 2009




Ueberqueren eines Wasserfalls entlang einer Liane in einem National Park noerdlich von Phuket und mein Vater nach der Ankunft.

Die Menschen in Phuket haben sich definitiv aus einem voellig anderen Blickwinkel praesentiert. Freundlich, aufgestellt und erlich. Die Transportmittel funktionierten und waren puenktlich da, wo sie sein sollten.

In einem preiswerten Hotel in Phuket Town mit riesen Zimmern und Balkon war ich mit Steffi aus Deutschland, die die ganze muehsame Hinfahrt ebenfalls mitgemacht hat, abgestiegen. Die Provinz Phuket ist Thailands Touristen-King, was ich aber in Phuket Town nicht spuerte. Wir konnten den ueberpreisten Touristen Attraktionen "noch" ausweichen.

Schnell entdeckten wir eine vertrauenswuerdige Reiseagentur und einen riesen Markt, wo mehrheitlich die Einheimischen und Restaurantbesitzer einkaufen. Ein KG. Riesencrevetten kosteten bspw. gerade mal Fr. 3.50. Das Eingekaufte grillen wir hinter irgendeinem Marktstand, wo der Grill eben gerade frei war. So sorgten wir bei den Einheimischen fuer Unterhaltung und lebten eine Woche ziemlich billig.

12. Oktober 2009

Heute war fuer mich ein sehr spezieller Tag. Mein Vater, den ich natuerlich seit einem Jahr nicht mehr gesehen hatte, kam fuer eine Woche zu Besuch. Wir hatten ein super Hotel in Patong, im westlichen Teil Phukets ausgesucht, um eine Woche vollkommen zu entspannen und uns verwoehnen zu lassen. Das hatte nicht nur er noetig ;-) - Wieder mal eine Woche "Ferien" fuer mich tat auch ganz gut!

Mit Thai Massagen, ausgezeichnetem Essen und interessanten Trips liessen wir's uns kraeftig gut gehen!

 



Der weit bekannte Felsen auf der "James Bond Island" und unser Hotel in Patong wo mein Vater gerade einen Apero geniesst.

24. Oktober 2009

Am 19. Oktober reiste mein Vater wieder ab. Wir verbrachten eine geniale Zeit zusammen, hatten uns viel zu erzaehlen und genossen die gemeinsame Zeit, die wir seit bald einem Jahr vermissten. Das Abschied-nehmen war komisch, irgenwie hart, wieder einem Familienmitglied "goodbye" zu sagen. Jetzt war ich wieder alleine!

Mehr als zwei Wochen hatte ich nun in Phuket verbracht. Am 22. Oktober bestieg ich den Bus nach Bangkok. Wieder eine Etappe weiter und wieder ein "Auf Wiedersehen" zu einem wunderbaren Ort. Auf der Fahrt begleitete mich eine Thailaenderin, die mich im Bus nach Phuket Town gefragt hatte, wohin ich dann gehe. Dank ihr war die 13-Stunden Fahrt nicht so oede und ich wurde ohne Missverstaendnisse direkt vor's Hotel gebracht. Trotz ihrem teilweise misserablen Englisch, quatschen mich die Thais zu Tode. Das wirkt schnell ermuedend - so schlief ich im Bus wenigstens "stoerungsfrei" ein. ;-)

Bankok selber fing schon mehr als eine Stunde vor Ankunft an, mich zu beeindrucken. Bereits die Vororte laden ein zum Verfahren und Verlaufen. Es funktionierte bis jetzt allerdings alles bestens. Keine Betruegereien und keine Unhoeflichkeiten seitens der Thais.

Ich lasse die Stadt mal einige Tage auf mich wirken bevor ich weiterpilgern werde - wohin genau weiss ich jetzt noch nicht und das ist ja das Schoene daran. =)

05. November 2009

Am 01. November war ich bereits ein Jahr unterwegs. Es fuehlt sich ueberhaupt nicht so an. Koennte meinen, ich sei vor zwei Monaten abgeflogen. Die Zeit fliegt nur so!!! Anyway, wir waren bei Bangkok:

Pulsierend, gigantisch und ganz einmalig in Sachen Einkaufen. So praesentiert sich Bangkok waehrend den letzten Tagen. Die Haendler bieten Dinge an, von Denen wir nicht mal wissen, dass sie existieren. Oft totaler Bloedsinn - jedoch praktisch und einzigartig.



Im "Tiger Temple" musste ich zwar einige Dinge unterschreiben und mir viele Instruktionen anhoeren - mich im Tempel zu bewegen war allerdings eines meiner groessten Abenteuer!

Die Riesen-Buesi waren fuer einmal nicht hinter Gittern und fuer einmal waren es nicht nur so 2-4, sondern rund 50 Exemplare, mit denen ich alles machen konnte...

Im Nordosten Bangkoks besuchte ich den legendaeren Schlachtplatz rund um die "Bruecke am Kwai" die im zweiten Weltkrieg 1942-1943 von 30'000 Kriegsgefangenen erschafft wurde. Der Bau von Bruecke und Railway begann am 16. September 1942. Der 415 Km lange "Death Railway" ist Heute noch in Betrieb. Der War-Cementary erinnert an die gegen 3'000 Opfer.



14. November 2009

Nach der drueckenden Bangkok-Hitze war es an der Zeit, in den Norden zu ziehen. Regionen um Chiang Mai, die bedeutend kuehler und angenehmer sind.

Die Zugfahrt Bangkok - Chiang Mai, die etwas laenger als 12 Stunden dauerte, schlaengelte sich durch abgelegene Doerfer, tief gruenen Dschungel, vorbei an steilen Klippen mit Wasserfaellen.

Chiang Mai hielt definitiv, was es versprach. Waehrend dem Elephant-Trekking und Bamboo-Rafting konnte ich dass, was ich aus dem Zugfenster gesehen habe aus naechster Naehe erleben. Der Hoehepunkt war zweifellos das Loy Kratong Festival in Chiang Mai. Ich wusste nicht mal, dass es zu diesem Zeitpunkt stattfindet. Offenbar war ich wiedermal zur richtigen Zeit am richtigen Ort ;-). Was hier an einem Abend an Feuerwerk abgebrannt wurde, schien nahe an dass heranzukommen, was wir am 1. August in der ganzen Schweiz in die Luft schiessen. Alle zehn Meter wieder jemand, der spot-billig Raketen, Vulkane und anderes, undefinierbares Zeug anbot. Der Soundkulisse entsprechend konnte ich meinen, ich befinde mich in Mitten eines heftigen Krieges. Um ca. 23 Uhr war der Qualm so dicht, dass man kaum 50 Meter weit sah.

Elephant Trekking und Local Village auf dem Lande nahe Chiang Mai

Chiang Mai ist eigentlich nicht weit wegg von der Grenze Lao's. Die Grenze auf dem Land zu passieren ist jedoch mit viel Aerger, Zeitaufwand und sehr schlechten Strassen verbunden. Ich entschied mich spontan dazu, einen Flug zu buchen. Um 12:00 kaufte ich das Ticket und bereits um 15:00 hob die Maschine ab nach Laos.

Laos ist wahrscheinlich das meist relaxte Land in Suedost Asien. Die Leute nehmen sich fuer alles mehr als genuegend Zeit (woran ich mich gewoehnen musste), sind aber offen und ehrlich. Die Strassen hier sind staubig und holprig. Busfahrten dauern mit all den viiiiielen Kurven eine halbe Ewigkeit. Der Tourismus in Laos ist noch sehr jung, dementsprechend kann man das Land vielerorts "noch" unverfaelscht erleben.

Luang Prabang, im Norden Lao's war der erste Ort, an dem es mir richtig "kalt" war. Nach Sonnenuntergang koennen die Temperaturen bis auf 12C zurueckgehen. Fuer mich mittlerweile voellig ungewohnt! Das Staedchen offeriert einen wunderbaren Blick ueber den gigantischen Mekong River, der sich von China nach Laos ueber Kambodscha und Vietnam den Weg ins Meer sucht.

Ca. 5.5 Bus-Stunden suedlich liegt das Dorf Viang Vieng, welches sich durch das legendaere "Tubing" unter Touristen einen Namen gemacht hat. Bei diesem Tubing laesst man sich in grossen Ringen den Fluss runter treiben. Alle 10 Meter laedt eine Bar zum trinken ein und an den Baeumen sind Swings angebracht, von denen man sich von bis zu 15 M. Hoehe in den Fluss schwingen kann. Eine Rutsch-Bahn hat es da bspw. extrem steil, die einem am Ende durch den enormen Schwung ca. 8 M. in die Luft katapultiert. Die Bars und der Fluss sind voll von Leuten und jeder ist total crazy. Alle Reisefuehrer raten strengstens davon ab, das Tubing besoffen zu erleben. Tatsache ist, dass man kaum jemanden findet, der nicht komplett "dicht" ist. Dieses Tubing ist ein Erlebnis wert, echt! Ok, die ganzen Kratzer, Schuerfungen und Prellungen sah ich erst am naechsten Morgen =)

Viang Vieng bietet neben "tuben" viele wunderschoene Wanderungen, Bike-Routen, gute Wege um zu joggen sowie zahlreiche Hoehlen zum erforschen. Viele schoene natur-Pools bieten Gelegenheit zum Schwimmen wobei man sie oft mit Wasserbueffeln teilen muss.

Jetzt sitze ich in Vientiane, der Hauptstadt von Laos in einem Hotel, direkt am Fluss. Eine "Laid back" Hauptstadt, die eher einem Dorf gleicht.

Wasserfaelle bei Luang Prabang und Hausboot auf dem Mekong River

Triumph-Bogen in der franzoesischen kolonialstadt Vientiane und Sonnenuntergang ueber dem Mekong River ebenfalls in der Hauptstadt.

22. November 2009

Suedlich von Laos liegt Kambodscha, kein typischers Ferienland. Jene die hingehen werden es aber kaum bereuen. Kambodscha hat in den spaeten 60ern stark unter dem Vietnam-Konflikt gelitten. Es ist eines der am staerksten vermienten Laender. Obwohl bereits viele Gebiete entmient wurden, lauern immernoch geschaetzte 6 Millionen Personenminen in ihren Verstecken. Wenn man die goldene Regel befolgt und nicht von den Wegen abgeht, koennen die Schoenheiten des Landes unbeschwert genossen werden.

Trotz des schlechten Rufes der Ueberland-Grenzposten erhielt ich fuer 20 US-Dollar muehelos ein Visum. Die Guards waren sehr zuvorkommend. Das kann auch anders sein! Andere Reisende berichteten, erst nach einem bezahlten Bestechungsgeld von USD 200 ein Visum erhalten zu haben.

Die Ueberlandstrassen waren staubig und holprig. In den Doerfern beobachtete ich Einheimische, die Staub aus ihren Wohnzimmern wischten, Andere pumpten bei Brunnen Wasser aus dem Boden waehrend dem Kinder die vollen Wassereimer nach Hause schleppten. Ein Leben wie zur Ritterzeit - zumindest auf dem Lande. In den grossen Staedten hingegen herrschen fast westliche Zustaende mit guten Restaurants und einem gesaettigten Angebot an Tuk-Tuk Drivern, die einem fuer USD 1 durch die Stadt befoerdern.

Die Angkor Temples nahe Siem Reap im Norden Kambodscha's befluegeln einem mit einem Hauch Indiana-Jones Feeling. Sie dienten als Kulissen zahlreicher Filmproduktionen. Es sind Hunderte. Irgendwann, nach dem 20. Tempel kam ich an den Punkt, wo ich keinen Tempel mehr sehen konnte. So schoen sie auch sind!

02. Dezember 2009

Die Route von Kambodscha nach Ho Chi Minh City (Vietnam) fuehrte ueber unasphaltierte katastrophale Strassen, Wassergraeben und dauerte eine halbe Ewigkeit! Der Bus schlug zweimal so heftig auf der Strasse auf, dass der Chauffeur aussteigen musste, um nach dem Rechten zu sehen. Lustig war's ja schon! Von Fahren haben sie hier aber keinen Blassen! Das Hauptinstrument scheint die Hupe zu sein. Das kann beim Busfahren ueber lange Distanzen sehr schnell auf die Nerven gehen.

Die 5.4 Millionen-Metropole Ho Chi Minh liegt im Sueden Vietnams. Die Stadt ist schnell und hektisch. Ich dachte zuerst, ich bin im totalen Chaos gelandet und werde mich hier wohl nie zurecht finden. Tausende Motor-Roller aus jeder Richtung drueckten sich in den zaeh fliessenden Verkehr. Obwohl man die Stadt nach dem ersten Eindruck als verrueckt und unorganisiert schubladisieren koennte, fuehlte ich mich schnell wohl. Die Einwohner sind freundlich und nahezu alles steht zur Verfuegung.

Mittlerweile reiste ich mit Zug und Bus noerdlich ueber Nha Trang (Vietnam's Beach Resort). Der Beach ist riesig und lud zum joggen ein. Vom Ort selber war ich etwas enttaeuscht. Die Stadt hat wenig Charakter und jeder quatscht einem bloed an "Where are u going?...Mariuana?, Lady??" Auf Motor-Scooter kreuzen sie auf und machen nichts mehr, als den Touristen auf die Nerven zu gehen.  

Hoi An und Hue, die kulturell und kulinarisch sehr viel zu bieten haben waren herrlich. Waehrend einigen Ausfluegen lernte ich viel ueber den Vietnam-Konflikt (hier wird er USA-Konflikt genannt) und besuchte dutzende Gedaenkstaetten und Kriegs-Einrichtungen.

Jetzt bin ich ganz im Norden, wo es eher neblig und kuehl ist, in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams.

Kriegsmaterial der USA im War-Museum in Ho Chi Minh, das in den 70ern in Vietnam im Einsatz war und unser Guide in Hue.

Zerplatzte Bomben und solche (stehend) die nicht hochgingen. Das Bild rechts Zeigt das Vinh Moc Tunnelsystem das sich auf drei Ebenen (12m, 17m und 23m tiefe) auf 50Km laenge erstreckt. Es wurde von Hand in das harte Felsgestein gemeiselt und diente zum Schutz der Zivilbevoelkerung. Eine 5-Koepfige Familie lebte auf 1.5 Quadratmeter. Der Tunnel ist 60-70cm breit und 175cm hoch.

Erfolgreicher Fischer in Hoi An und Blick auf das Staedchen ueber den Thu Bon River.

Morgen muss ich Hanoi und damit Vietnam bereits wieder verlassen. Es wuerde auch hier einiges mehr zu sehen geben. Aber ich kann ja nicht jeden Kieselstein auf der ganzen Welt umdrehen! Morgen geht's per Flugzeug zurueck nach Bangkok, wo ich einmal uebernachten werde. Einen Tag spaeter werde ich Asien definitiv verlassen und in die Vereinigten Emiraten weiterreisen - nach Dubai!

08. Dezember 2009

Sieben Stunden Flug in den Westen und somit sieben Flugstunden naeher "zu Hause". Am 5. Dezember  bin ich Morgens um 03:00 in Dubai gelandet.

So frueh am Morgen verkehren keine oeffentlichen Verkehrsmittel, infolgedessen lies ich mich per Taxi ins Hotel chauffieren. Einige Tage werde ich hier die arabische Gastfreundschaft geniessen und die ist wirklich einmalig! Die Leute sind im Vergleich zu anderen Laendern nicht so small-Talk freudig. Wenn sie einem aber einen Gefallen tun koennen, geben sie alles!

Das Hotel ist herrlich, hat fuer Dubai's Verhaeltnisse nur gerade 41 Stockwerke von denen jedes sehr grosszuegig hoch ist (Raum Hoehe). Wenn ich mit dem Fahrstuhl zum Zimmer oder Swimming-Pool hochfahre, spuere ich den Ohrendruck als ob ich in die Berge fahren wuerde.

Das Zimmer ist mit grosszuegigem Badezimmer, mit einer massiven Badewanne und super Raum-Facilities ausgestattet. Der Service ist unglaublich!

Die Stadt ist noch immer eine riesen Baustelle, gedeiht aber wunderbar. Die U-Bahn oeffnete vor einigen Wochen. Die wichtigsten Stationen sind fertiggestellt, allem Anderen fehlt noch der Feinschliff. Alles ist brandneu und glaenzt noch immer. Die Shopping Malls sind so extrem beeindruckend! Bei ihrer Erkundung legte ich in nur einem Center, gemaess Plan, bereits ueber 8km zurueck.

Atemberaubend sind all die Gebaeude. Ich koennte Ewigkeiten nur damit verbringen, mir Gebaeude anzuscheuen und sie zu fotografieren. Dubai offeriert eine Skyline, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe. Dubai's Ueberentwicklung stellt die Schweiz total in den Schatten. Ich wuerde unser Land im direkten Vergleich nicht gerade als Entwicklungsland betiteln - weit weg davon, es zu tun, bin ich aber nicht =)

Das Bild rechts zeigt das Burj Al Arab, das erste und einzige 7-Stern Hotel der Welt. Oben in der Mitte sieht man den Helikopter Landeplatz auf welchem Roger Federer einmal einen Tennis Match gespielt hat.

Rechts die Kunstschnee-Halle in der man das ganze Jahr boarden und Skifahren kann. Auch im Sommer, waehrenddem sich die Temperaturen draussen um die 50C bewegen. Im Bild ist  auch eine Eisbar aus kristallklaren Eisbloecken zu erkennen. Die Temparatur betraegt ganzjaehrlich schneesichere -4C!

Auf Fotos kommts nie so rueber, wie ich's gerne haette. Ich glaube, die Stadt und ihre Attraktionen muss man einmal im Leben gesehen haben, um sich einen realistischen und persoenlichen Eindruck zu verschaffen!

12. Dezember 2009

Mittlerweile war ich über 13 Monate unterwegs und Heute war ein ganz spezieller Tag. Infolge eines unerwarteten Job-Angebotes bin ich Heute in die Schweiz zurückgekehrt. Gewusst hatte ich es bereits im September.

Ich werde meine Berichterstattung hiermit beenden und freue mich MEEGA, euch alle möglichst bald mal zu sehen. Der Empfang in der Schweiz war super und dafür möchte ich mich ganz herzlich bei meiner Family und einigen Freunden bedanken. Ich freue mich echt, euch an Weihnachten bei mir zu haben!!!

Ich möchte mich bei Euch allen bedanken für alle Mails und Telefon-Anrufe und dafür, dass ihr immer mal wieder hier reingeschaut habt. Das hat mich sehr gefreut und immer wieder motiviert, euch mit dieser Seite up-to-Date zu halten. 

DANKE !!! - Und bis ganz Bald

ROGER